Leverkusen: "Tatort" Klinikum
VON SEBASTIAN RADERMACHER - zuletzt aktualisiert: 15.10.2008Leverkusen (RPO). Die Kölner ARD-Kommissare Max Ballauf und Freddy Schenk ermitteln für die neue Krimi-Folge „Mit ruhiger Hand“ auch in Leverkusen. Im Schlebuscher Krankenhaus wird derzeit gedreht. Acht Tage für 15 Minuten im Film.
Schlebusch „Wo ist der Patient? Er muss gerade gegangen sein, das Kissen ist noch warm.“ Mit einem zwinkernden Auge und gut gelaunt steht Dietmar Bär an einem Krankenbett des Klinikums Leverkusen. Aber was macht Bär alias „Tatort“-Kommissar Freddy Schenk eigentlich im Klinikum?
Er dreht – Teile zur neuen Tatort-Folge „Mit ruhiger Hand“, in der Schenk und sein Kollege Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) einen Mordanschlag auf ein angesehenes Ärzteehepaar aufklären müssen. Gestern stellten sich Bär und Behrendt der Presse zum Fototermin. „Wir beide nebeneinander. Welch’ ein seltenes Fotomotiv“, bemerkte Behrendt – offenbar zu Scherzen aufgelegt. Geduldig schauen die beiden mit den anderen Darstellern Roeland Wiesnekker, Fabian Hinrichs und Maria Simon in das Blitzlichtgewitter der anwesenden Fotografen.
Schütz spielt mit
Die nächste Folge mit Ballauf und Schenk ist am kommenden Sonntag um 20.15 Uhr, ARD, zu sehen. Beim Leverkusener Krimi spielt übrigens auch ein echter Leverkusener mit: Bernhard Schütz hat eine der großen Rollen im Film übernommen.
Knapp 15 Minuten dauert das Prozedere. Während „Kommissar Schenk“ das Krankenzimmer schnell wieder verlässt – ob er sich noch rasch seine allzeit beliebte Currywurst mit Pommes genehmigen will, bevor die nächste Szene im Kasten sein muss, ist nicht offiziell bekannt, würde aber zu ihm passen – nimmt sich Klaus J. Behrendt die Zeit für ein kleines Gespräch. „Wir haben mittlerweile die Hälfte der acht Drehtage in Leverkusen hinter uns. Eine stressige Angelegenheit, die aber sehr viel Spaß macht“, erzählt „Kommissar Ballauf“.
Die Produktion für „Mit ruhiger Hand“ dauert insgesamt fünf Wochen, die Folge soll im Herbst 2009 ausgestrahlt werden, sagt Produzentin Sonja Goslicki. „Der zeitliche Aufwand beim Dreh im Vergleich zu dem, was am Ende zu sehen sein wird, ist äußerst hoch“, berichtet Behrendt und ergänzt: „Die Szenen aus dem Klinikum in Leverkusen werden im fertigen Film aber fast 15 Minuten lang. Das ist schon viel.“
Auch beim Dreh zur 43. Kölner Tatort-Folge gab es für Ballauf und Schenk wieder Tage mit Höhen und Tiefen. Behrendt: „Es gibt Drehtage, da sind am Abend acht Minuten im Kasten. An anderen Tagen quält man sich fast zwölf Stunden lang für eine Drehminute.“ Mit einem spontanen „Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag“ verabschiedet sich der „Tatort“-Kommissar und verschwindet Richtung Treppenhaus. Ob es zur nächsten Drehszene ging oder doch zum spontanen Mittagessen mit Kollege Schenk? Im Film würden die beiden natürlich erstmal ’ne Wurst essen. Fotos: www.rp-online.de/leverkusen
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