Leverkusen: Tatsächlich, ein Schatz
zuletzt aktualisiert: 29.09.2009Leverkusen (RPO). Die Luchse werden zu echten Schatzsuchern mit Schaufel und Schokoriegel – und zu ehrlichen Helden. Denn das Versprechen, was sie Rainer Häusler in der Nacht im Schlosspark gaben, haben Lisa, Leon und Mirko nicht vergessen. Das große Finale.
Was bisher geschah: Das Detektivtrio Leverkusener Luchse hat von Lisas Großonkel Giselher eine Schatzkarte bekommen, die zum Schatz der Nibelungen leiten sollte. Die erste Spur führte in den Schlosspark von Morsbroich und zu Stadtkämmerer Rainer Häusler, der dort ebenfalls nach dem Schatz grub. Erfolglos. Die Luchse hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben, als Leon und Mirko in Onkel Giselhers Haus einen alten Brief fanden, der die alten Runen auf der Schatzkarte erklärten: Der Schatz liegt nicht im Schlosspark, sondern im Silbersee
HHH
Leverkusen (LH) Samstagmittag trafen sich die drei Freunde. Leon befürchtete das Schlimmste, weil Lisa ständig seine Hand halten wollte – vor Mirkos Nase. Den interessierte das aber gar nicht. Gemeinsam begannen sie an der von Mirko ausgekundschafteten Uferseite des Sees zu graben. Eistee und Schokoriegel hatte Leon ebenso wieder mitgebracht wie die Spaten. "Silbersee, das klingt schon so romantisch", faselte Lisa zwischendurch und blickte Leon an. Der stand schon bis zum Bauch in einem Loch, strahlte und stieß kräftig mit dem Spaten – gegen etwas Hartes. Er kratze Erde weg. Da war Holz. Er kratzte weiter. Tatsächlich. Eine Kiste. "Ich hab' was", rief er nach oben.
Freifrauen-Schmuck
Die Kiste war eher ein Kästchen. Der Deckel klemmte. Unter den vereinten Kräften der Luchse gab der Deckel schließlich nach. "Wow", prusteten alle drei gleichzeitig los. Es waren "alte Klunkern", wie Leon sich ausdrückte. Etliche goldene und mit Edelsteinen besetzte Ketten, Armreife, Ohrringe, ein bisschen Münzgeld. Und eine völlig vergilbte Schriftrolle von einer Freifrau zu Irgendwas, die offensichtlich früher mal auf Schloss Reuschenberg gewohnt hatte und den Schmuck, der tatsächlich von den Nibelungen stammen sollte, dort vergraben hatte lassen – es hatte irgendetwas mit einem Ritter zu tun, vor dem der Schmuck verborgen bleiben sollte. Mehr hatten die Luchse nicht entziffern können. Nach langem Hin und Her hatten sie ihre Beute der Leverkusener Polizei gebracht. "Die werden den Schmuck untersuchen lassen und dann einem Museum übergeben, ich glaube, diesem Deutschland-Museum in Bonn. Haus der Geschichte oder so", berichtete Mirko, dessen Eltern freilich auch mit Wolfgang Elbracht, dem Inspektionsleiter der Polizei in Leverkusen, gut bekannt waren. "Wir sollen eine Belohnung bekommen."
Spendables Museum
Die ließ nicht lange auf sich warten. 9000 Euro ließ die Museumsstiftung springen. "Ich hab' da eine Idee", sagte Leon, als die Luchse zusammensaßen und überlegten, was man alles mit so viel Geld machen kann. Ein paar Tage später saßen sie wieder zusammen – in der Miselohestraße im Büro von Rainer Häusler, drumherum die örtlichen Medien. "Lieber Herr Häu, Herr Häu", Leon räusperte sich und versuchte, nicht rot anzulaufen. "Häusler. Wir, die Leverkusener Luchse, haben uns entschlossen, der Stadt 3000 Euro zu schenke wegen dem Nothaushalt, mit dem Sie es ja auch nicht leicht haben." Häusler strahlte, dankte, sprach davon, dass der Betrag zwar keine riesigen Löcher stopfe, aber immerhin ein tolles Zeichen der Bürger und so weiter und so weiter. Nur von der nächtlichen Begegnung im Schlosspark Morsbroich sprach er nicht.
Während Die Presse Häusler bestürmte, klingelte Lisas Handy. "Ach, hallo Onkel Klaus", sagte sie in die Muschel des Mobiltelefons. "Du bist in Spanien Schön Was wir von dir wollten? Hilfe bei der Suche nach dem Schatz der Nibelungen Nein, das ist kein Witz. Wir haben den Schatz schon gefunden."
Ende
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