Leverkusen: Tumore besser lokalisieren
VON UNSERER REDAKTION - zuletzt aktualisiert: 05.09.2006Leverkusen (RPO). Der Verein „Leverkusen hilft krebskranken Kindern“ hat der Kinderklinik des Klinikums fast 40 000 Euro gespendet. Mit dem neuen Laryngoskop wird die Diagnostik verbessert.
Das Klinikum darf sich freuen. Der Verein „Leverkusen hilft krebskranken Kindern“ hat erneut mit einer Spende von fast 40 000 Euro die Diagnostik in der Kinderklinik des Klinikums verbessert. Mit Hilfe des neu eingeführten DCI-Video-Laryngoskops kann der Eingang des Kehlkopfs bei Kindern vergrößert und sogar auf einem Bildschirm dargestellt werden. Tumore oder andere Fehlbildungen werden durch die neue Technik besser lokalisiert und beurteilt.
Hindernisse im Kehlkopfbereich
Die Sicherung der Atemwege sei sowohl in der Notfallmedizin als auch bei geplanten Eingriffen zur Narkose von entscheidender Bedeutung, teilt das Klinikum Leverkusen mit. Dabei wird ein Beatmungsschlauch in die Luftröhre vorgeschoben, über den dann die weitere maschinelle Beatmung erfolgt.
Dieser ärztliche Eingriff kann durch Hindernisse im Kehlkopfbereich erheblich beeinträchtigt werden. Das Laryngoskop ermöglicht jetzt den Ärzten des Klinikums eine enorme Verbesserung der Diagnostik. Die Innovation des Systems besteht in der Einarbeitung einer Glasfaseroptik in den Spatel. Mit Hilfe dieser Optik beziehungsweise der in den Spatel eingebrachten Kamera wird der Eingang des Kehlkopfs auf einem Bildschirm dargestellt.
Außerdem profitieren von dem neuen Gerät aber auch Kinder mit angeborenen Fehlbildungen des Kehlkopfes. Alleine die Tatsache, dass die Kehlkopfspiegelung von mehreren Personen gleichzeitig ohne Sichtbehinderung verfolgt werden kann, bietet den Ärzten dabei neue Perspektiven der Diagnostik.
Lange Produktionszeit
Es handelt sich bei dem DCI-Video-Laryngoskop um ein bereits im vergangenen Jahr in Auftrag gegebenes Gerät, das bedingt durch eine lange Produktionszeit jetzt endlich in der täglichen Praxis eingesetzt werden kann. Nicht umsonst freut sich daher das Ärzteteam der Kinderklinik des Klinikums Leverkusen über das neue, vielseitige Gerät, mit dem die einzelnen Untersuchungen und deren Ergebnisse auch archiviert werden können. Ein weiterer Fortschritt für die Ärzte.
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