Leverkusen: Vergnügte Jung-Olympioniken
VON TOBIAS KRELL - zuletzt aktualisiert: 07.09.2009Leverkusen (RPO). Die Teilnehmer der Familienolympiade von Bayer 04 hatten reichlich Spaß bei den einzelnen von den Abteilungen angebotenen Stationen. Mancher Nachwuchssportler zeigte dabei vielseitige Talente – wie die kleine Carolina.
Mitgliederansturm
Verteilt waren die Stationen auf die unterschiedlichen Hallen auf der Kurt-Rieß-Anlage und im Herbert-Grünewald-Hallenkomplex. Die Abteilung Kinder- und Jugendsport erfährt gerade so etwas wie einen Mitgliederansturm. "Das hat sicher auch mit dem Start des Schuljahres zu tun", ist Iris Düe überzeugt.
Beim beaufsichtigten Ringen auf der Schaumstoff-Matte zeigt die achtjährige Carolina ungeahnte Qualitäten. Sogar einen Kampfnamen verpasst ihr der Ringrichter. Als "Laubfrosch" (wegen der Farbe ihres T-Shirts) schlägt sie sich beachtlich und gewinnt ihren Kampf. "Eigentlich macht sie beim TSV Triathlon", erklären die Eltern, Christoph und Virginia Schumacher. Sie schauen in der Herbert-Grünewald-Halle zu beim Beitrag der Judo-Abteilung zur Kinderolympiade von Bayer 04. Mit Carolina und ihrem jüngeren Bruder Rafael, der gerade an einem Seil von Matte zu Matte schwingt, nehmen sie erstmals an der Veranstaltung teil und sind gleich begeistert.
"Für jeden etwas dabei"
"Das gefällt mir hervorragend. Da ist für jeden etwas dabei, und alle haben sichtlich Spaß", betont Christoph Schumacher. An die Organisatoren verteilt auch seine Gattin reichlich Lob. "Das ist richtig schön und vor allem kindgerecht. Alles wird gut erklärt, und das Wichtigste ist: Die Betreuer haben selbst Spaß – und das spüren die Kinder", ist sie überzeugt.
Noch ein wenig Pause haben die Eltern während der Einheit bei den Judokas, dann geht es weiter. Die nächste der 14 Stationen wartet. Beim Trocken-Eislauf schneiden sowohl Carolina als auch Rafael gut ab beim Versuch, auf einer Markierung in Eiskristall-Form eine Drehung in der Luft hin zu bekommen. Und die junge Triathletin mit vielen Begabungen setzt sogar noch einen drauf und balanciert anschließend nicht nur rückwärts auf einem Balken, sondern schafft auch den Zusatzauftrag, ein Bein nach hinten zu strecken und den Oberkörper nach vorne zu beugen. "Sie hätte das Talent für Eiskunstlauf", ist Zuschauer und Abteilungsleiter Stephan Brill nach dieser beeindruckenden Vorführung überzeugt.
14 Stationen haben die Fachabteilungen zu der Olympiade unter der Führung der Kinder- und Jugendsport-Sparte aufgebaut. Mit einer Brille simuliert die Behindertensport-Abteilung fünf Prozent Sehkraft beim Blindenfußball. Bei den Fußballern wird gedribbelt und geschossen, bei den Fechtern und Mehrkämpfern werden mit (natürlich nicht spitzen) Degen Zielübungen gemacht, und bei den Volleyballern will das Netz überwunden werden. Dabei zählt das olympische Motto "Dabeisein ist alles".
"Spaß an Bewegung fördern"
Wer eine Station absolviert hat, bekommt einen Stempel. Carolina und Rafael haben ihre Teilnahmekarten fast voll. Wenn sie fertig sind, gehen sie sich eine Urkunde und Gummibärchen als Belohnung abholen. "Wir wollen bei Kindern die Freude an Sport und Bewegung fördern", erklärt Mitorganisatorin Iris Düe. Und das gelingt – längst nicht nur bei den beiden Kindern der Familie Schumacher.
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