Opladen: Volksbank ist gut aufgestellt
VON GABI KNOPS-FEILER - zuletzt aktualisiert: 26.06.2009Opladen (RPO). Bei der Vertreterversammlung in der Festhalle herrschte trotz Finanzkrise Optimismus vor.
Das abgelaufene Geschäftsjahr 2008 "war kein gutes Jahr", sagte Alfred Salz, Vorstand der Volksbank Rhein-Wupper gestern bei der Vertreterversammlung in der Festhalle am Markt. Rund 150 Teilnehmer hörten seine Ausführungen.
Dennoch: Trotz Turbulenzen durch die Finanzmarktkrise hätten Genossenschaftsbanken einen Wachstumsschub, die Volksbank Rhein-Wupper einen "zufriedenstellenden" Gewinn verzeichnen können. Demnach stieg die Bilanzsumme um etwa fünf (1,1 Prozent) auf nun 444,4 Millionen Euro. Motor für dieses Wachstum sei ein starker Anstieg sicherer und kurzfristiger Termineinlagen gewesen. Während die Mitbewerber große Verluste bei ihren globalen Geldgeschäften erlitten hätten, habe die Volksbank Rhein-Wupper weiter mit den Menschen und Unternehmen vor Ort erfolgreich zusammen gearbeitet.
"Nähe und Stabilität"
"Die Menschen suchen nach Nähe und Stabilät", erklärte Salz. Die gute Aufstellung habe es schließlich ermöglicht, den Überschuss aus der normalen Geschäftstätigkeit nahezu auf Vorjahresniveau zu halten, die Rücklagen angemessen zu dotieren und den Mitgliedern 351 000 Euro, das entspricht fünf Prozent Dividende, zu zahlen. Apropos Mitglieder: Mit 10 788 Genossenschaftlern ist die Volksbank die drittgrößte Personenvereinigung in Leverkusen. Obwohl sich die Kreditnachfrage aus dem gewerblichen und privaten Rahmen als "eher moderat" erwiesen habe, sei es gelungen, das Volumen auf dem hohen Niveau des Vorjahres zu stabilisieren. Salz: "Von einer Kreditklemme kann zumindest bei der Volksbank keine Rede sein."
Höhere Vermögenswerte
Zufrieden zeigte sich der Vorstand auch mit der Entwicklung der Kundeneinlagen. Bei einem deutlichen Plus weise die Bilanz mit rund 370 Millionen Euro rund zwei Prozent höhere Vermögenswerte auf. Auch die Ergebnishochrechnung nach dem ersten Quartal 2009 zeige stabile Zahlen.
Allerdings sei in Erwartung einer "schwierigen konjunkturellen Wirtschaftsentwicklung" insgesamt mit einem moderaten Wachstum zu rechnen. Auch deshalb wolle sich die Volksbank weiter auf die Verbundenheit in der Region besinnen und an Spenden und Sponsoring festhalten. Im vergangenen Jahr gingen für diese Zwecke rund 60 000 Euro schwerpunktmäßig an Schulen sowie an gemeinnützige Vereine und Einrichtungen.
Bevor Vorstand Hans-Jörg Schaefer das Leitbild "Nachhaltigkeit" vorstellte, wurden Aufsichtsratsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt. Einstimmig gewählt wurden Annegret Bruchhausen-Scholich, Dirk Delanier und Guido Bäumerich. Schließlich erhielt Karlheinz Schultes (74), ehemaliger Geschäftsstellenleiter in Wiesdorf und Prokurist, die Goldene Ehrennadel für 50-jährige Mitgliedschaft.
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