Leverkusen: Von Alsmann bis Schroth
VON MONIKA KLEIN - zuletzt aktualisiert: 11.08.2009Leverkusen (RPO). Das Kleinkunst-Programm von KulturStadtLev für die kommende Spielzeit wartet mit einer Reihe bekannter Namen auf. Dabei kommen ganz unterschiedliche Humor-Facetten auf die Bühne.
Das Düsseldorfer Kom(m)ödchen eröffnet am 25. September die neue Spielzeit in der Kleinkunst-Sparte von KulturStadtLev. Und da zeigt sich auch schon, wo in der kommenden Saison ein deutlicher Akzent liegt: auf dem Genre Gesellschaftskabarett. "Sushi. Ein Requiem" ist dieser Abgesang auf den börsennotierten Lifestyle überschrieben, den Christian Ehring, Maike Kühl und Heiko Seidel in der Opladener Festhalle anstimmen werden.
Abschiedstournee
Eine vielversprechende Auftaktveranstaltung für ein Programm, das ganz unterschiedliche Arten von Humor bedient. Das Duo Kleine & Linzenich macht hier Station auf seiner ausladenden Abschiedstournee, die einen Schlusspunkt unter die 25-jährige gemeinsame Bühnenarbeit ziehen soll. Max Goldt "...liest viel Neues und vielleicht ein bisschen was Altes". Hoffentlich, kann man da nur wünschen, denn der mit diversen Literaturpreisen dekorierte Autor gilt als einer der begnadetsten seiner Art.
Jürgen Becker hat bereits im Fernsehen seinen "Dritten Bildungsweg" beschritten. Am 4. Dezember wird er zusammen mit Martin Stankowski und Dietmar Jacobs eine dieser ungewöhnlichen Lehrstunden in Leverkusen abhalten. Im größten "Hörsaal" der Stadt: im Forum. Zwischen Musik, Komik und Kabarett bewegt sich Martina Schwarzmann, ein bayerisches Naturtalent. "So schee kons Lebn sei" schwärmt sie in ihrem ebenso poetischen wie witzigem Programm. Bach und Jodelfolklore an einem Abend, das klingt befremdlich, geht aber. Rebecca Carrington und Joe, ihr Cello aus dem 18. Jahrhundert, reisen durch die Musikkulturen der Welt, wobei Bach zu Sting wird und das Cello zum Dudelsack. Sänger und Schauspieler Colin Griffith-Brown, der in der Royal Shakespeare Company zu Hause war, gesellt sich als Partner dazu.
Engel oder Teufel?
"Grün vor Neid" bringt Horst Schroth, der Altmeister des Gesellschaftskabaretts, der auch mit seinem neuen Solo der bewährten Linie treu bleibt. Da hat er sich ausführlich mit dem Phänomen Neid befasst und geht der Frage nach, ob bei den Deutschen der Neid wirklich stärker ausgeprägt ist als der Sexualtrieb, wie mancherorts behauptet wird. Als Highlight kommt im nächsten Frühjahr Götz Alsmann mit Band – als "Engel oder Teufel". Der Entertainer bringt seine Lieder mit seligmachenden Melodien und höllischen Rhythmen ins Forum. Noch ein Dauerbrenner zum Saisonschluss: "Die Springmaus" improvisiert mal wieder Theater, mit neuen Ideen.
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