Leverkusen: Wirbel um Kunstverkauf
zuletzt aktualisiert: 14.11.2009Leverkusen (RPO). Mit seinem Vorschlag, das millionenschwere Kunstwerk "Der Tiger" von Gerhard Richter zu verkaufen, hat Markus Pott, Fraktionschef der Wählervereinigung "Opladen plus", gestern heftige Protestreaktionen hervorgerufen. Pott hatte im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt, die Stadt solle darüber nachdenken, das Bild zu veräußern, um das Bahnstadt-Projekt in Opladen finanzieren zu können. Grünen-Fraktionschefin Roswitha Arnold erklärte gestern, solchen Vorstellungen müsse schnellstens ein Riegel vorgeschoben werden.
"Museen handeln nicht mit Kunst. Ihr Auftrag ist das Sammeln", betonte sie. Der Leiter des Museum Morsboich, Markus Heinzelmann, verwies in einem Radio-Interview auf ein weltweites Abkommen, das solche Verkäufe verbiete. Pott selbst legte gestern noch einmal nach. "Das Bild ist noch nicht einmal ausgestellt, sondern lagert im Archiv", sagte er: "Und die Stadt hat kein Geld. Da muss es doch erlaubt sein, die Frage nach einem Verkauf zu stellen."
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