Leverkusen/Kürten: Wupsi-Protest nach Attacke auf Busfahrer
VON URS LAMM - zuletzt aktualisiert: 31.05.2011 - 12:58Nachdem ein 45-jähriger Wupsi-Busfahrer am Freitag in Kürten krankhausreif geschlagen wurde, reagierte das Unternehmen nun mit einer Protestaktion. Am Dienstag blieben alle Linienbusse der Wupsi um 12 Uhr für eine Minute stehen.
Der Vorfall in Kürten-Biesfeld eignete sich am Freitag gegen 20.30 Uhr: Drei junge Männer stiegen an einer Haltestelle in den Bus. Als der Fahrer den Fahrpreis von den Männern kassieren wollte, gaben diese laut Polizei vor, kein Geld zu haben. Der Busfahrer forderte das Trio auf, den Bus wieder zu verlassen. Plötzlich eskalierte die Situation: Einer der Männer versetzte dem 45-Jährigen mehrere Fausthiebe. Anschließend flohen die Männer. Der Fahrer zog sich bei der Attacke eine Gehirnerschütterung zu. Er liegt immer noch im Krankenhaus.
Im Laufe des Abends gelang es, den Angreifer zu identifizieren. Nach einer umfangreichen Fahndungsaktion - bei der etwa 30 Polizeibeamte, mehrere Streifenwagen und ein Hubschrauber zum Einsatz kamen - nahm die Polizei den Angreifer, einen 18-Jährigen, gegen Mitternacht in Rösrath fest. Gegen den Mann wird nun wegen schwerer Körperverletzung ermittelt. Bei der Auflösung des Falls sollen Aufnahmen aus Überwachungskameras im Bus helfen.Sie soll Täter davor abschrecken, Gewalt im Bus auszuüben. „Leider ließ sich der Täter in diesem Fall nicht von seiner Attacke abhalten“, sagt Wupsi-Sprecherin Julianne Krahforst.
Nachdem vor einigen Wochen eine Kontrolleurin in einem Wupsi-Bus mit Reizgas besprüht wurde, markiert der erste Angriff auf einen Busfahrer nun eine neue Dimension der Gewalt. Zum Zeichen des Protests gegen Gewalt im öffentlichen Nahverkehr blieben am Dienstag alle Wupsi-Busse um 12 Uhr für eine Minute stehen. "Wir wollen mit dieser Aktion ein frühes Zeichen setzen, damit sich solche Gewalttaten nicht wiederholen", sagt Wupsi-Sprecherin Julianne Krahforst.
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