Leverkusen: Zweite Impfung unnötig
zuletzt aktualisiert: 09.12.2009Leverkusen (RPO). Die Welle der so genannten Schweinegrippe ebbt ab, die der Impfungen auch. Amtsarzt Dr. Hans-Eckard Linstaedt erläutert, warum es dennoch wichtig ist, sich gegen das Virus impfen zu lassen.
Die gute Nachricht zuerst: Eine zweite Impfung gegen die Schweinegrippe, die lange im Gespräch war, ist offenbar nicht mehr nötig?
Linstaedt Richtig, die Experten gehen nach den Erfahrungen der letzten Zeit davon aus, dass eine Impfdosis ausreicht, um den Schutz herzustellen. Menschen, die sich von unserem Medizinischen Dienst haben impfen lassen, haben wir das auch schon gesagt. Einige niedergelassen Ärzte haben bereits die zweite Impfung gegeben.
Ist genug Impfstoff da?
Linstaedt Eindeutig ja. In Deutschland sind bisher rund sechs Millionen Impfungen vorgenommen worden, die Regierung hat 50 Millionen Impfdosen gekauft. Zudem geht die Impfwelle derzeit ebenso wie die Krankheitswelle stark zurück. Das heißt, es ist genug Impfstoff auch in Leverkusen da, der von den Ärzte nicht abgerufen wird.
Sie sprechen von Wellen, heißt das, es droht eine zweite Schweinegrippewelle?
Linstaedt Experten gehen davon aus, dass sich die Welle noch mal erhebt. Man rechnet im Februar damit.
Ist es also ratsam, sich noch impfen zu lassen?
Linstaedt Wir raten auf jeden Fall zur Impfung. Bisher sind die Impfungen in Leverkusen ohne große Folgen für die Impflinge verlaufen.
Und wie sind die Verläufe bei den an der Grippe Erkrankten?
Linstaedt. Auch da sind uns für Leverkusen keine schweren Verläufe bekannt. In Solingen ist allerdings eine behinderte Frau, die in Leverkusen arbeitete, zweifelsfrei an den Folgen der Schweinegrippe gestorben.
Ludmilla Hauser führte das Gespräch.
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