Handball: Achtung, Stolpersteine !
VON ROMAN ZILLES - zuletzt aktualisiert: 01.11.2007Schalksmühle ist für Leichlingens zuweilen wankelmütige Handballer als Gegner ein gefährliches Kaliber. Opladener möchten sich beim Regionalliga-Schlusslicht ein bequemeres Polster verschaffen.
Auch fast eine Woche nach dem Nachbarschafts-Duell in Opladen unterliegt das Fazit von Frank Lorenzet beträchtlichen Schwankungen. Einerseits schlägt das Pendel Richtung Unzufriedenheit aus: „Das war ein Punktverlust und nach erfolgreichen Wochen ein kleiner Dämpfer“, sagt der LTV-Trainer, der dem Derby allerdings auch Gutes abringt: „Opladen ist über seine Grenzen gegangen, wir nicht mal an unsere heran. Vom Spielverlauf ist das Unentschieden daher eher ein gewonnener Punkt.“
Eine Lehre gilt es für die Leichlinger aus der Partie zu ziehen: „Wir müssen immer hellwach sein, ansonsten sind Ausrutscher nicht zu vermeiden“, befiehlt Lorenzet. Die ausgeglichene Liga beherberge zu viele Teams mit Stolperstein-Qualitäten. Zu denen gehört auch die Mannschaft von Schalksmühle/Halver, die am Samstagabend (19.30 Uhr) in der Halle Am Hammer erwartet wird. Der Gegner des LTV wartet seit vier Spieltagen auf einen Sieg. Zuletzt gelang ihnen ein doppelter Punkterfolg in Opladen. „Schalksmühle ist kein Abstiegskandidat. Die habe ich auf der Rechnung“, bemerkt Lorenzet.
Konstanz herrscht weiter im personellen Gefüge der Leichlinger. Einzig Fabian Kienbaum steht weiter auf der Verletztenliste, allerdings wird sein Name dort wohl nicht vor der Winterpause getilgt. Er hatte sich Mitte September einen Bänderriss zugezogen und war bereits wieder auf dem Sprung in den Kader. „Jetzt hat er wieder Schmerzen. Möglicherweise muss er sogar noch einmal operiert werden“, erläutert Lorenzet.
Nach fünf Spielen ohne Niederlage erlaubt sich der LTV-Trainer einen verstohlenen Blick Richtung Ligaprimus – mehr aber nicht. „Es wäre schön, wenn es bis zum Heimspiel gegen Soest in zwei Wochen bei drei Punkten Rückstand bliebe.“ Aber Lorenzet weiß um die Tücken solcher Wunsch-Szenarien. „Wenn wir nicht auf uns und den nächsten Gegner schauen, dann sind die zwei Punkte gegen Schalksmühle schnell weg.“ Also lautet die Devise: von Spiel zu Spiel, von Punkt zu Punkt denken – und natürlich immer hellwach bleiben.
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