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Basketball: Aufholjagd bleibt unbelohnt

VON SEBASTIAN LAULE - zuletzt aktualisiert: 01.02.2010

Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung im Vergleich zu den letzten Wochen unterliegt SG BBZ Opladen gegen den SV Halle mit 80:87 (40:39) und rutscht dadurch wieder auf einen Abstiegsplatz.

Das Ziel Klassenerhalt noch im Blick: Madita Block (am Ball) und die SG BBZ gingen wieder mutiger ans Werk.   Foto: RPO
Das Ziel Klassenerhalt noch im Blick: Madita Block (am Ball) und die SG BBZ gingen wieder mutiger ans Werk. Foto: RPO

Die Stimmung in der Heisenberg-Halle war gestern nach der Schlusssirene nicht so richtig zu bestimmen. Im Vergleich zu den vernichtenden Auftritten gegen Wasserburg und Oberhausen hatte am Sonntag eine ganz andere Mannschaft von SG BBZ Opladen auf dem Feld gestanden, die aus Sicht ihrer Zuschauer endlich wieder Mut, Aggressivität und Leidenschaft zeigte, am Ende aber wie so oft in dieser DBBL-Spielzeit mit leeren Händen da stand. Die Gäste aus Halle nahmen nach dem 80:87 (40:39) beide Zähler mit nach Sachsen-Anhalt.

Dementsprechend fiel das Fazit der 2. Vorsitzenden Ute Graf aus: "Die Mannschaft hat sich komplett anders präsentiert als in den vergangenen Wochen, aber dieser Sieg wäre schon sehr wichtig gewesen." Denn nach der elften Saisonniederlage steht die SG BBZ wieder auf einem Abstiegsplatz, da Hauptkonkurrent Donau-Ries völlig überraschend in Freiburg gewann. Die Rollen von Jäger und Gejagtem sind eine Woche vor dem ersten "Endspiel" um den Bundesliga Klassenverbleib vertauscht.

Umso wichtiger ist es vor dem direkten Duell bei den Bayern auch das Positive aus der Partie gegen Halle mitzunehmen. "Kämpferisch und spielerisch war das eine deutliche Steigerung, auf dieser Leistung können wir aufbauen, das hat man auch an der Reaktion des Publikums gesehen, das immer hinter uns gestanden hat", betonte Graf. Mit etwas mehr Konzentration in den Schlussminuten hätte es auch gestern schon zum Sieg gereicht. Nach starker erster Halbzeit verschlief der Aufsteiger, der wegen des krankheitsbedingten Ausfalls von Trainer Markus Pohle von Gitta Jankofsky-Melzer und Birte Meyer betreut wurde, beinahe das komplette dritte Viertel, brach aber anders als zuvor nicht völlig ein, sondern kämpfte sich im Gegensatz zu den vorherigen Spielen eindrucksvoll zurück.

"Es war ganz wichtig zu sehen, dass wir uns nicht wieder vorzeitig aufgegeben haben, sondern zurück gekommen sind", meinte Graf zufrieden. Im letzten Abschnitt bliesen die Gastgeberinnen dann zur Aufholjagd und ließen sich dabei auch von kleineren Zwischenspurts der Lions nicht beirren. Wenige Minuten vor Schluss schien ihr Team die Partie sogar gedreht zu haben. Connie Janzons Dreier zum zwischenzeitlichen 80:79 sollten allerdings die letzten Opladener Punkte an diesem Nachmittag bleiben. In der alles entscheidenden Phase standen sich die Gastgeberinnen mit ihrer Hektik und Nervosität dann selbst im Weg. "Am Schluss hat uns die nötige Ruhe gefehlt und auch das nötige Glück", resümierte Graf.

Quelle: RP

 
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