Fußball: „Da oben“ geht’s heiß her
VON TOBIAS KRELL - zuletzt aktualisiert: 05.12.2008Rund um den Scharweg gab es in den vergangenen Tagen kaum ein anderes Gesprächsthema als das Derby in der Fußball-Bezirksliga. Und auch in Leichlingen ist die Vorfreude groß auf das Duell des SCL beim VfL Witzhelden (Sonntag, 14.15 Uhr, Scharweg). Ein Sieg gegen den Rivalen würde bei der Anhängerschaft des Siegers sicherlich die Enttäuschung lindern über zuletzt jeweils zwei Niederlagen in Folge. Das erste Treffen zum Auftakt dieser Spielzeit endete 3:0 für den VfL.
Dennoch geben die Leichlinger sich unbeeindruckt. „Die Witzheldener sind der klare Favorit. Aber wir machen uns nicht in die Hose. Das Ergebnis war damals schon um ein, zwei Tore zu deutlich, und seitdem ist die Mannschaft zusammengewachsen“, betont Ralph Betzel. Der sportliche Leiter des SCL freut sich schon darauf, dass endlich auch die Spielberechtigung für Stürmer Habib Ramadani vorliegt, der bis Ende November pausieren musste. Die Chancen auf eine Position in der Startelf stehen für den „Neuen“, der bereits seit der Sommerpause mit dem Team von Coach Klaus Körner trainiert, gar nicht schlecht. Denn wie Azzedine Boulahrouz ist auch Angreifer Nuri Berani noch gesperrt. „Der Junge brennt“, versichert Betzel.
Heiß auf das Derby gegen den SCL ist auch Witzheldens Tim Bogner. Der kleine, wendige Mittelfeldmann, gerade einmal 17 Jahre alt, hat sich beim Spiel gegen Wald für einen Einsatz von Beginn an empfohlen. Da gab er den ständigen Unruheherd, ging trotz tiefen Bodens unermüdlich weite Wege, überzeugte durch hohe Ballsicherheit und bereitete nicht zuletzt auch beide Treffer von Arne Thelen vor. „Da hat er – nach einem kleinen Tief – wieder richtig gut gespielt und viel Einsatz gezeigt“, lobt VfL-Coach Christian Hausmann seinen Youngster. Auch das Witzheldener Lazarett ist leicht geschrumpft. Nur die Langzeitverletzten Timo Grund, Michael Schumacher und Florian Mandt fallen diesmal aus. Alle anderen sind genesen.
Vom 3:0 im ersten Vergleich will sich Hausmann nicht blenden lassen. „Die Leichlinger haben sich schon im Hinspiel als Team gezeigt, das kämpfen und beißen kann“, warnt der Ex-Profi. Etwas Respekt ist also vorhanden, allerdings auch eine gehörige Portion Selbstbewusstsein. „Wir spielen diesmal bei uns und hier oben sind wir ganz klar der Chef“, betont Hausmann.
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