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Handball: „Elfen“ ganz streitlustig

VON CLAUDIA BECKER - zuletzt aktualisiert: 05.11.2007

Von wegen sanftmütige Waldwesen: Leverkusens Handballerinnen überzeugten gegen Wolgograd mit aggressivem Kampf und viel Tempo. Kapitänin Woltering ging mit bestem Beispiel voran.

Zuschauer, Spielerinnen und Trainer waren sich einig: Dieses Duell hätte auch das Niveau für ein Finale auf europäischer Ebene gehabt. Und das nicht nur wegen des 32:26 (19:12)-Sieges der Leverkusener Handballerinnen. Die Europapokal-Begegnung zwischen Bayer und dem russischen Vertreter Dynamo Wolgograd entwickelte sich zu einer hochklassigen und packenden Partie, die Werbung für den Frauen-Handball bot.

Auch wenn sie sich seit einiger Zeit „Elfen“ nennen, mit den sanften Waldwesen hatten die Leverkusenerinnen diesmal von Anfang an wenig gemeinsam. Sie erinnerten eher an eine Mischung aus Tiger und Gazelle. Mit dem absoluten Willen im Blick, gleichzeitig aber beweglich und schnell trumpften sie gegen die ebenfalls erstaunlich dynamischen Russinnen auf. „Das Leverkusener Spiel hat mir sehr imponiert, es war schnell und kampfbetont“, äußerte sich Wolgograds Trainer Viatcheslav Kirilenko durchaus beeindruckt.

Einige Abschlüsse überhastet

Auch Bayers Coach Renate Wolf lobte sein Team. „Ich bin sehr zufrieden mit der kämpferischen Leistung, auch wenn ich nicht weiß, ob dieser Sechs-Tore-Vorsprung nächste Woche in Wolgograd reichen wird.“ Die Leverkusenerinnen versuchten von Beginn an ihre Stärken auszuspielen und agierten aus einer aggressiven Deckung heraus sehr schnell nach vorne. Einziger Kritikpunkt war für Wolf die Chancenverwertung, besonders in der Schlussphase, als Bayer einige Male schnelle Gegenstöße zu überhastet abschloss oder Pech mit Latte und Pfosten hatte.

Wenn Kapitän Clara Woltering und Kolleginnen beim zweiten Treffen in Wolgograd am Sonntag in ähnlich guter Form sind, ist sicherlich alles möglich für Bayer. Besonders in den ersten 30 Minuten hatte die Nationaltorhüterin entscheidenden Anteil an der Leverkusener Führung, wie auch Wolf bekräftigte: „Ohne Claras tolle Leistung hätten wir vielleicht auch gewonnen, aber dann eventuell nur mit zwei Toren Vorsprung.“ Auch Yvonne Fillgert und Heike Ahlgrimm verdienten sich ein Sonderlob. „Yvo hat ein Riesenspiel gemacht und Ahli war in der Abwehr wieder einmal ein Garant, der ein ums andere Mal den Gegnerinnen den Ball weggefischt hat“, meinte Wolf.

In der nächsten Runde des nationalen Pokals müssen die Leverkusenerinnen beim TuS Weibern antreten muss.

Quelle: RP

 
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