De Wit soll es nun richten
VON RALPH ELSEN - zuletzt aktualisiert: 18.09.2006Langsam droht sich das ganze zu einer „mission impossible“ auszuweiten. Geht nicht, gibt’s nicht, mag da so manch ein Leverkusener zwar einwenden. Doch nach sieben Partien sieht es für die Regionalliga-Fußballer von Bayer 04 II, die erst zwei Zähler geholt haben, ziemlich übel aus angesichts eines Rückstandes auf einen Nichtabstiegsplatz von bereits acht Punkten. „Die Tabelle ist im Moment das, was mich am wenigsten interessiert. Da brauchen wir erst wieder hinschauen, wenn wir auch mal das eine oder andere Spiel gewonnen haben“, sagt Bayers Co-Trainer Dirk Dreher fast mit ein wenig Trotz in der Stimme.
Aber wie soll das was werden, wenn vorn so gut wie nichts geht? Auch bei der 0:2-Niederlage am Freitag auf St. Pauli (wir berichteten) gingen die Leverkusener mal wieder leer aus trotz einiger sehr günstiger Gelegenheiten wie den Chancen für Josip Tadic, der nur die Unterkante der Latte traf, Kapitän Thomas Hübener oder Kevin Kratz. Vier Tore hat Bayer bislang zustande gebracht in sieben Begegnungen, davon indes allein drei beim 3:3 gegen Werder Bremen II. Bleibt also lediglich ein mickriger Treffer in den weiteren sechs Duellen übrig, was ganz leicht erklärt, warum es da mit dem Gewinnen nicht so einfach ist für die Leverkusener.
Den nächsten Anlauf unternehmen sie nun am Samstag gegen die Reserve des Hamburger SV. Ulf Kirsten blieb am Freitag gleich an der Alster und sah sich den HSV II gestern bei dessen 3:1-Erfolg gegen Wilhelmshaven an. „Eine sehr gefestigte Truppe“, lautete der Eindruck des Trainers über den derzeitigen Tabellenzweiten, der es ebenso wie Primus Dresden bereits auf 16 Punkte gebracht hat. Kirstens Assistent Dirk Dreher wies unterdessen die Seinen daraufhin, „dass wir uns nun auf keinen Fall zerfleischen und in Schuldzuweisungen ergehen dürfen“.
Für mehr Torgefahr, gerade auch aus der zweiten Reihe, soll tunlichst bald der wieder genesene Pierre De Wit sorgen. „Seine Schüsse aus der Distanz, seine Freistöße, Dribblings und überraschenden Pässen fehlen uns sehr“, betont Dreher. Für den als kreativen Vertreter De Wits ausgeguckten Marokkaner Rachid Tiberkanine war die Partie am Freitag am Millerntor bereits nach einer halben Stunde beendet. Da musste Kirsten den ehemaligen Amsterdamer vom Feld nehmen, weil er ganz dicht vor einem Platzverweis stand.
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