Handball: Der Abstieg des LTV ist besiegelt
zuletzt aktualisiert: 16.06.2010Nun ist es amtlich: Die Handballer des Leichlinger TV sind abgestiegen. Nach zwei Spielzeiten in der Zweiten Liga hat das Team von Trainer-Manager Frank Lorenzet damit den Weg in die Drittklassigkeit anzutreten, aller Voraussicht nach wird die einzuführende Dritte Liga West die neue sportliche Heimat des LTV. Geknüpft war das Schicksal der Leichlinger zuletzt an die Lizenzvergabe an Concordia Delitzsch. Der Liga-Konkurrent hatte zunächst keine Spielberechtigung für kommende Saison erhalten. Dem Einspruch dagegen gab die Handball-Liga indes gestern statt. Dies besiegelte gleichzeitig den Abstieg des LTV, der die abgelaufene Spielzeit als 18. der Zweitliga-Südstaffel abgeschlossen hatte.
"Natürlich hat man bis zum Ende immer noch Hoffnung, aber jetzt ist die Sache vom Tisch, und wir nehmen das so hin", sagte Stefan Fornahl, Sprecher der Gesellschafter der LTV-Handballer. Es bleibe aber ein fader Beigeschmack. An der Entscheidung hafteten "viele Fragezeichen und Ungereimtheiten", meinte Fornahl. "Denn nicht nur die Lizenzvergabe an Delitzsch, sondern zudem die nicht eindeutige Abstiegsregelung sorgen für wenig klare Verhältnisse und lassen Raum zu Spekulationen."
Bis zuletzt hatten sich die Leichlinger vorbehalten, gegen die Durchführungsbestimmungen der Liga zu klagen. Von diesem Plan sind sie aber nun abgerückt. Rechtsanwalt Carsten Meier prüfte zwar den Sachverhalt und machte "verschiedene Interpretationsmöglichkeiten" der in den Bestimmungen aufgeführten Abstiegsregelung aus. "Aber aufgrund der zu großen Unsicherheit, der enormen Kosten und des Zeitfaktors" werde von einer Klage abgesehen, erläuterte Meier. Lorenzet monierte mangelnde Transparenz beim Vorgehen der Liga. Aber: "Für uns gilt es jetzt, die Arbeit aufzunehmen und nach vorne zu blicken."
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum