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Volleyball: Der Plan geht auf

VON RALPH ELSEN - zuletzt aktualisiert: 10.01.2009

Die Rückkehr der bislang verletzten Mittelblockerin Lindsay Piccolini erfolgt zur absolut rechten Zeit: Leverkusens Volleyballerinnen müssen heute gegen Chemnitz ohne Speerwerferin Katharina Molitor auskommen.

Die Kängurus kommen mit leerem Beutel: Die Fighting Cangaroos Chemnitz – so der putzig klingende Name des Neulings in der Volleyball-Bundesliga der Damen – haben in den ersten zehn Begegnungen noch keinen Sieg eingefahren. Einmal immerhin, bei der 2:3-Niederlage gegen Köpenick, war der Aufsteiger nah’ dran und verlor erst in der Verlängerung des fünften Durchgangs. „Wir sind natürlich Favorit, aber wir werden den Gegner sicherlich nicht unterschätzen“, sagt Bayer Leverkusens Trainer Dirk Sauermann, bei dessen Truppe sich die Cangaroos mit ihren beiden Australierinnen Rhiannon Watt und Lauren Bertolacci heute vorstellen (19.30 Uhr, Dopatka-Halle).

Nachdem die Leverkusenerinnen ihren Zuwachs an Stärke zuletzt auch in den Niederlagen offenbart haben (2:3 in Vilsbiburg und Suhl), gelten gegen den Frischling aus dem Osten natürlich andere Gesetze. „Was das Ergebnis angeht, stehen wir ganz klar in der Pflicht“, erklärt Sauermann, „ich erwarte eine sehr disziplinierte und ernsthafte Leistung von der Mannschaft.“ Den Schlüssel zum Erfolg möglichst sogar ohne Satzverlust wollen die Leverkusenerinnen schon mit dem ersten Ball legen. Sauermann hat beim Gegner Probleme in der Annahme ausgemacht, was sich Bayer mit starkem Aufschlagspiel zu Nutze machen will. „Im Training haben wir darauf entsprechend viel Wert gelegt, ich hoffe, das lässt sich auch im Wettkampf so abrufen“, meint der Coach.

Gerade rechtzeitig vor dem ersten Duell um Punkte im neuen Jahr hat sich Lindsay Piccolini zurückgemeldet. Nachdem die Amerikanerin Ende November am Meniskus operiert worden war, hat sie sich in den letzten Wochen – auch zwischen den Feiertagen im Einzeltraining mit Sauermann – herangegekämpft und viele durch die sechswöchige Abstinenz bedingte Rückstände aufgeholt. „Natürlich muss sie sich im Spiel erst wieder Sicherheit holen, aber man sieht schon jetzt, dass ihr ganzer Bewegungsablauf viel ungehemmter und runder funktioniert als vor dem Eingriff“, betont Bayers Trainer.

Piccolinis Rückkehr in den Mittelblock ist umso bedeutsamer, als Katharina Molitor gegen Chemnitz passen muss. Die Speerwerferin im sportlichen Erstberuf treibt ihre Vorbereitung auf die Leichtathletik-Saison voran: zunächst beim Ski-Langlauf, dann bei der Leistungsdiagnostik in Kienbaum. „Es hat genau gepasst, unser Plan ist genau aufgegangen. Lindsay hätte keine Woche später fit sein dürfen, unsere medizinische Abteilung hat prima gearbeitet“, meint Sauermann.

Quelle: RP

 
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