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Fußball: Domaschkes Taten eine Pracht

VON RALPH ELSEN - zuletzt aktualisiert: 16.10.2006

Von Verlegenheit zu sprechen, trifft es nicht ganz. „Schließlich müssen wir nun ja nicht damit beginnen, uns zu entschuldigen, wenn wir gewonnen haben“, wie Assistenz-Coach Dirk Dreher mit Recht bemerkte. Doch die Freude der Regionalliga-Fußballer von Bayer Leverkusen II fiel nach dem 2:0 (0:0)-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbachs Reserve ziemlich gebremst aus – bei Trainern wie auch Team. Die Leistung lieferte auch keinen Anlass zu Jubelarien, das Beste aus Bayers Sicht an diesem Nachmittag war das Resultat.

Dass die Leverkusener gegen den Tabellenletzten nicht böse auf die Nase fielen, hatten die Hausherren in erster Linie ihrem Schlussmann zu verdanken. Eric Domaschke mag bei manchen Flanken nicht wirklich sicher zupacken, aber was der bisherige Leipziger an schwierigen Sachen meisterte, war schon prachtvoll. Erst fischte Bayers Keeper den Elfmeterball von Mitroglou nach nur zwei Minuten aus dem Eck, und danach reagierte er ebenso gut bei mehreren Möglichkeiten für Schnitzler und Hammes.

An dieser Aufzählung lässt sich ablesen, dass Bayer mit dem torlosen Remis zur Pause bestens bedient war. Abgesehen von einem Pfostenkracher von Pierre De Wit fanden die Gastgeber in der Offensive nicht statt. Kein Wunder also, dass Ulf Kirsten in seiner Halbzeitansprache deftige Töne bemühte. Erst nach der Führung durch den Elfmeter von Tevfik Köse nach Foul an Maximilian Mies (58.) fanden die Leverkusener halbwegs in die Spur. Köse, der in seinen Aktionen immer wieder ganz leichte Ballverluste hat, und De Wit vergaben allein vor dem Kasten den zweiten Hieb, ehe Gladbachs Keeper Engelmann De Wit das 2:0 auf dem Silbertablett servierte, als ihm die Kugel aus den Händen vor die Füße des Schützen entglitt (84.). Neben Domaschke überzeugten bei Bayer die Innenverteidiger Jan-Ingwer Callsen-Bracker und Fabian Hergesell.

Bayer: Domaschke, Cannata, Callsen-Bracker, Hergesell, Touré, Kratz, De Wit, Camdali, Tiberkanine (65. Student), Mies (80. Schmidt), Köse.

Quelle: RP

 
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