Fußball: Ein beschwerlicher Ausflug
VON UDO BONNEKOH - zuletzt aktualisiert: 27.03.2007Die mit großen Abstiegssorgen belastete Leverkusener Regionalliga-Truppe darf sich in Hamburg nicht viel ausrechnen. Und der übliche Weg in die Hansestadt war wegen eines Unfalls versperrt.
Manchmal führen ja die vermeintlich einfachsten Reisen zu enormen Beschwernissen. Die Leverkusener wussten natürlich um ihren Bestimmungsort Hamburg, weil sie mit dem Regionalliga-Team heute dort anzutreten haben gegen den HSV II, nur der übliche Weg gen Norden war gestern durch einen kapitalen Lastwagen-Unfall auf der A 1 bei Wuppertal versperrt. Bei der aufwändigen Umleitung an der Havarie vorbei half schließlich das Navigationsgerät im Mannschaftsgefährt. Zu dem, was Bayers Reisegruppe in der Hansestadt beabsichtigt, bedurfte es indes keiner Orientierungshilfe. „Möglichst dort weiter machen, wo wir am Samstag gegen St. Pauli aufgehört haben“, sagt Trainer Ulf Kirsten. Das ist ein frommer Wunsch bei der bekannten Konstellation im Klassement.
Dass die gegen den Kiez-Klub erfolgreichen Leverkusener gerade beim sehr spielstarken Tabellendritten drei Punkte auf die Habenseite bringen, ist eher unwahrscheinlich. Der HSV II hat, obwohl nicht aufstiegsberechtigt, schließlich auch ein Ziel, weil ihn Rang zwei in die DFB-Pokal-Hauptrunde hieven würde. „Wer weiß, vielleicht ist für uns auch bei einem Favoriten was drin“, sagt Kirstens Assistent Dirk Dreher frohgemut, obwohl ihm klar ist, dass Leverkusens Begegnung am Samstag gegen Holstein Kiel viel stärkere Bedeutung zukommt, weil sich’s bei Kiel um einen Mitbewerber im harten Kampf um den Klassenerhalt handelt.
Die Formation wird Kirsten heute ändern müssen, weil Rekonvaleszent Alex Meyer nicht überfordert werden soll mit drei Spielen in einer Woche und Jan-Ingwer Callsen-Bracker als Vorstopper am Samstag von den Profis in Mainz für Karim Haggui (gesperrt) benötigt wird. Fredrik Stenman wird dafür heute aushelfen, ob zentral in der Abwehr oder links hinten. Zudem rückt A-Junior Stefan Reinartz wieder auf. Die Defensive wirkte gegen St. Pauli auch dank Kim Falkenberg und Fabian Hergesell recht stabil. „Darauf hoffen wir auch in Hamburg“, sagte Dreher, „was aber viel besser werden muss, ist der Abschluss.“ Da strapazierten vor allem Kevin Kratz und Momo Lartey am Samstag die Nerven ihrer Vorgesetzten, als sie ausgezeichnete Chancen sehr unkonzentriert verdaddelten.
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