Basketball: Ein strahlender Jubilar
VON FRIEDRICH G. STRAUCH - zuletzt aktualisiert: 02.10.2006Brandon Woudstra sorgte mit einer überzeugenden Leistung dafür, dass der Auftakt für die Bayer Giants in die neue Bundesliga-Saison an seinem Geburtstag keine trostlose Veranstaltung wurde. Gegen Braunschweig gelang der erste Sieg.
„Herzlichen Glückwunsch, Brandon“, riefen die Fans. Der Amerikaner bei den Bayer Giants konnte die Gratulation gleich im Doppelpack annehmen. Einmal feierte Brandon Woudstra Geburtstag, 26 Jahre wurde er alt am ersten Bundesliga-Spieltag der neuen Saison. Damit dieses Ereignis nicht zu einer trostlosen Veranstaltung wurde, sorgte er selbst mit einer überzeugenden Leistung für den Auftaktsieg der Bayer Giants gegen die New Yorker Phantoms aus Braunschweig. 26 Punkte steuerte der Jubilar zum 95:83 (44:42)-Erfolg bei.
So zeigte sich Bayers Chefcoach Achim Kuczmann erleichtert: „Erfahrungsgemäß spielt man an seinem Geburtstag sehr gut oder sehr schlecht. Brandon wählte zum Glück die erste Variante.“ Auf die gelungenen Aktionen waren die Leverkusener auch sehr angewiesen. Zwar erwischten die Hausherren mit 12:2 den besseren Start. Allerdings zeigten die Braunschweiger bereits im ersten Viertel, dass sie keineswegs gekommen waren, nur um die von vielen erwartete Niederlage zu kassieren.
Formation und Aussicht
Leverkusen: Woudstra 26, Geib 6, Goldsberry 11, Newson 8, Martin, Allen 23, Fox 13, Wyrick 2, Taylor 6.
Braunschweig: Morgan 6, Davis 6, Walker 13, Tica 8, Cook 9, Subotiy 9, Tomic 8, Bjelica 22, Fehse 2.
Noch zwei Knüller erwarten die Bayer Giants in dieser Woche: Am Mittwoch kommt Alba Berlin, am Samstag fahren sie zu denTelekom Baskets nach Bonn.
Erst spät beruhigend vorn
Zwei Schlüsselszenen gaben schließlich den Ausschlag. Im dritten Viertel leistete sich der bis dahin grundsolide Milko Bjelica ein unsportliches Foul an Nate Fox. Bedingt durch Freiwürfe und anschließendem Einwurf von der Seite für die Leverkusener erhöhten sie ihren Vorsprung auf 67:59. Und im Schlussabschnitt drehte Brandon Woudstra noch einmal richtig auf. Er verwandelte einen Dreier, wurde dabei gefoult, und versenkte anschließend auch noch den Bonus-Wurf. Nach dieser Vier-Punkte-Aktion betrug Bayers Vorsprung 86:75. Das war sehr beruhigend; denn nie konnten sich die Leverkusener zuvor sicherer sein, dass sie das Ding schon schaukeln würden. Für Trainer Achim Kuczmann war der Verlauf der ersten Partie dann auch gleich ein Hinweis auf die vielen schweren Aufgaben, die noch kommen werden: „Die Braunschweiger haben uns alles abverlangt.“
Den Leverkusenern ist durchaus einiges zuzutrauen in dieser Meisterschaftsrunde. Aber dazu werden sie vor allem ihre Verteidigung noch deutlich verbessern müssen. Und 17 Ballverluste sind zweifelsohne auch einige zu viel. Besonders Jared Newson bekam die gegenüber den Vorbereitungsspielen härtere Bundesliga-Gangart zu spüren. Der „Überflieger“ – so genannt wegen seiner überragenden Sprungkraft – versuchte mehrfach, spektakuläre Körbe zu fabrizieren. Nicht ein einziges Mal gelang ihm das. Gegen körperlich stärkere Teams werden die Leverkusener sicherlich noch einiges an Lehrgeld in Zukunft zahlen – obwohl sie im Vergleich mit den durchweg größeren Braunschweigern schon mal sechs Rebounds mehr holten.
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