Volleyball: Eine Lehrstunde schmerzlichster Art
VON RALPH ELSEN - zuletzt aktualisiert: 29.01.2009Gestern gab's erst mal einen freien Tag, und den konnte die Truppe auch gut gebrauchen. Schließlich gilt es für Bayers Volleyballerinnen die Erinnerung an diesen trüben Auftritt möglichst rasch abzustreifen. 0:3 verloren die Leverkusenerinnen ihr abschließendes Spiel der Bundesliga-Hinrunde bei NA Hamburg, und die happigen Satz-Resultate (13:25, 16:25, 11:25) dabei zeigen deutlich auf, dass Dirk Sauermanns Team eine richtige Packung verpasst bekam. "Du spielst eben oft nur so gut, wie es der Gegner zulässt. Und da hat uns Hamburg einfach nicht mehr ermöglicht", sagte Bayers Trainer, der natürlich ernüchtert war nach dem Klassenunterschied, der sich da im hohen Norden aufgetan hatte.
Die Lehrstunde, die exakt 64 Minuten dauerte, schmerzte die Leverkusenerinnen mächtig. Vorzuwerfen indes hatte sich die Mannschaft nichts. "Alle haben gekämpft und sich bemüht, niemand hat etwa lustlos agiert. Wir waren schlicht und ergreifend unterlegen und chancenlos. Das muss man akzeptieren, auch wenn's weh tut", erklärte Sauermann. Die Gäste erzielten vor allem im Angriff kaum Wirkung. In der Liga hat es sich eben längst herumgesprochen, dass Bayer am besten beizukommen ist, wenn die Außenangreiferinnen Maren Brinker und Nadja Schaus ausgeschaltet werden. Und das gelang den Hamburgerinnen ganz hervorragend, zumal deren 1,90 m große französische Zuspielerin auch im Block ganze Arbeit leistete. Auch die Versuche Sauermanns, die 20 Aktionen der Seinen später mehr durch die Mitte zu leiten, verpufften ohne Wirkung. Crystal Hudson etwa bekam im Verlauf der einseitigen Partie 19 Bälle serviert, von denen sie indes lediglich drei zu Punkten nutzte.
"Wenn Hamburg diese Form hält, kann die Mannschaft ein Wort im Titelrennen mitsprechen", glaubt der Leverkusener Coach, der nun darauf setzt, dass seine Schützlinge die Abfuhr möglichst schnell abhaken. Sonntag schließlich steht in Wiesbaden schon das nächste Treffen auf dem Plan. Dass Bayer in der Lage ist, schnell wieder aufzustehen nach einem Niederschlag, hat das Team zumindest bereits bewiesen: Im Pokalspiel in Vilsbiburg wurden die Leverkusenerinnen ziemlich vernichtend mit 3:0 aus der Halle gefegt. Kurz darauf hatten sie den Favoriten beim 2:3 in der Meisterschaft sogar am Rande einer Niederlage.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum