Handball: Elfen gründen Förderverein
VON TOBIAS KRELL - zuletzt aktualisiert: 30.01.2010In sportlicher Hinsicht steht für Bayers Handball-Frauen das Spiel beim Thüringer HC an. Im Hinblick auf einen erstligareifen Etat stellt der Förderverein den Startschuss für eine Reihe von Geld-Sammel-Aktionen der Elfen dar.
Spendenkonto
Titel Der neue Förderverein heißt "Förderverein zur Rettung des Leverkusener Frauenhandballs".
Ziel "Unser Ziel ist der Leverkusener Frauenhandball in seiner Gesamtheit", erklärt Susanne Kämmerling, die zur 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt wurde.
Beitrag Der Mitgliedsbeitrag beträgt 20 Euro pro Jahr.
Konto Ein Spendenkonto (Kontonummer 1912345013) wurde bereits bei der Volksbank Rhein-Wupper (BLZ 37560092) eingerichtet
Renate Wolf hat sich im Kampf um eine langfristige Zukunft für die Elfen in den zurückliegenden Wochen keine Pause gegönnt – bis gestern. Da sperrte sie der Schnee einfach zu Hause ein. In Odenthal im Bergischen gelang es der Trainerin von Bayers Handballerinnen zwar, mühsam ihr Auto frei zu schaufeln. An der ersten Steigung war jedoch Endstation. Zur Ruhe kommen war also angesagt, bis zum Aufbruch nach Thüringen heute morgen.
Dann geht es wieder ums Freischaufeln – diesmal allerdings für sie im Verbund mit ihren Spielerinnen, und im übertragenen Sinne. All die Sorgen und Nöte rund um die angekündigten Kürzungen des Etats durch den Gesamtverein gilt es vorübergehend abzustreifen und mit einem Erfolg beim Thüringer HC in Bad Langensalza bei Erfurt (18 Uhr, Salza-Halle) den Befreiungsschlag zu landen, der Kräfte freisetzen könnte.
"Einfach wird das allerdings nicht. Uns erwartet dort kein Zuckerschlecken, sondern eine ganz schwere Aufgabe", betont Wolf vor der Reise gen Osten. Schwerer als die 60 Minuten in der Fremde dürfte es hingegen fallen, rechtzeitig zum Meldeschluss für die kommende Bundesligasaison einen für diese Spielklasse ausreichenden Etat vorweisen zu können. In dieser Hinsicht hat sich die Übungsleiterin in den vergangenen Tagen mächtig ins Zeug gelegt und die tägliche Arbeit vorübergehend in die verantwortungsvolle Obhut ihrer Co-Trainerin Tessa Winstroer gelegt. "Es ging einfach nicht anders", sagt Wolf – fast entschuldigend, obwohl doch alle Beteiligten ihren unermüdlichen Einsatz und dessen Bedeutung zu würdigen wissen und Vorwürfe deshalb nicht zu erwarten sind.
Eine ganze Reihe von Aktionen planen Bayers Handballerinnen in den nächsten Wochen – in der Hoffnung, auf kreative Art und Weise zumindest einen Teil der Kürzungen auffangen zu können. Ein Anfang wurde nun gemacht mit der Gründung eines Fördervereins. Obgleich die Konzentration derzeit allen Spielerinnen ob der Situation etwas schwer fällt, sind heute sie gefragt. Denn sportlicher Erfolg ist in jeder Hinsicht noch das beste Argument. Sowohl im Kampf um etwaige Begrenzung von Kürzungen und beim Werben um Mitglieder für den neuen Verein, als auch im Versuch, neue Unternehmen zu einer Unterstützung der Elfen zu bewegen, die immerhin nach den Fußballern die Mannschaftssportart mit dem höchsten Zuschauerschnitt in der Stadt sind. "Elfen helfen" hat das Team seine wohltätigen Aktivitäten überschrieben.
Zurzeit benötigen die Flügelwesen jedoch ihrerseits dringend Hilfe.
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