Handball: Elfen und Beyeröhde als Duo bei der Jugendarbeit
VON TOBIAS KRELL - zuletzt aktualisiert: 06.02.2010Sportlich trennen Bayers Handballerinnen und die Frauen des TV Beyeröhde Welten: Das Team von Trainerin Renate Wolf ist Zweiter in der ersten Liga und steht im Achtelfinale des EHF-Pokals gegen das schwedische Spitzenteam IK Sävehof (Hinspiel Samstag, 19.30 Uhr, Smidt-Arena), die Wuppertaler haben als Schlusslicht der zweithöchsten Klasse das Thema Klassenerhalt bereits abgehakt.
Und doch stehen sich die Vertreter der Klubs so nahe, dass angesichts der Etatklemme der Elfen bereits eifrig über eine Zusammenarbeit nachgedacht wird. Nach Leverkusens Partie in Dortmund am 17. Januar saßen die Verantwortlichen zusammen und sprachen.
"Das machen wir regelmäßig. Die Kontakte sind sehr gut", sagt Beyeröhdes Teammanagerin Stefanie Osenberg. Spielerinnen beider Mannschaften treffen sich regelmäßig, haben kürzlich sogar ein geselliges Kochduell gegeneinander bestritten. Und in Lyn Byl gehört sogar eine ehemalige Spielerin von Beyeröhde zum Kader der Elfen.
Vereinendes Element ist darüber hinaus die gute Nachwuchsarbeit. "Da wollen wir künftig lieber gemeinsame Wege gehen, als Vereine wildern zu lassen, die auf die Jugend noch nie Wert gelegt haben", sagt Osenberg. Und das wäre wohl der Fall, wenn Bayer (bei Verweigerung der Lizenz) und der TVB (sportlich) in die Regionalliga absteigen würden. "Wir müssen den Mädchen eine Perspektive bieten, und die kann nur Bundesliga heißen. Wenn es uns gelingt, dass Bayer die Liga hält, wäre das gegeben", sagt sie.
Alle Anstrengungen wären jedoch umsonst, wenn es den Elfen bis zum 31. März nicht gelingt, einen erfolgversprechenden Lizenzantrag zu stellen. Und was das angeht, sind die Elfen nach wie vor auf ein Entgegenkommen angewiesen. Entweder von Seiten des Hauptvereins, der einen Teil der verordneten Etatkürzungen zurücknehmen müsste und ohne den ein Lizenzantrag ohnehin chancenlos wäre, und/oder von Seiten eines zahlungskräftigen Sponsors, der die nach Angaben der Handballabteilung mehr als 350 000 Euro große Etat-Lücke schlösse.
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