Fußball: Erfolge mit Methode
VON TOBIAS KRELL - zuletzt aktualisiert: 22.10.2007Die beeindruckende Heimstärke der Witzheldener hält auch in der Fußball-Bezirksliga an. Mittlerweile ist das Team seit zwei Jahren ungeschlagen auf eigenem Platz. Die Leichlinger schafften nach schwachem Beginn nur ein Remis.
Die Bezirksliga-Fußballer des VfL Witzhelden haben viel Freude an ihren Serien. Durch das 5:1 gegen Vatan Spor Radevormwald macht das Team von Trainer Christian Hausmann in wenigen Tagen zwei Jahre ohne Heimniederlage voll. Viel wichtiger aber noch: Das dritte Spiel in Folge ohne Niederlage bei sieben von neun möglichen Punkten bringt den starken Aufsteiger auf Rang sieben. Zwei Plätze dahinter rangiert nun der ambitionierte Nachbar SC Leichlingen. Trainer Frank Kremer blieb auch im zweiten Meisterschaftsspiel ungeschlagen. Er hatte sich jedoch mehr erhofft als das 2:2 beim Abstiegskandidaten GSV Langenfeld.
VfL Witzhelden – Vatan Spor Radevormwald 5:1 (3:0). Mit aggressivem Forechecking kauften die Platzherren den Oberbergischen gleich von Beginn an den Schneid ab und wurden rasch dafür belohnt. Dirk Drössert traf in der 10. Minute zur Führung und legte in der 24. Minute nach. „Unsere Strategie ist aufgegangen. Wir wollten ein schnelles Tor und haben schon vermutet, dass es dann einfacher wird, gegen diesen Gegner zu spielen“, sagte Co-Trainer Oliver Heesen. Drösserts Treffer und das 3:0 durch Patrick Flottmann (43.) ergaben eine beruhigende Führung nach 45 Minuten. Ernsthaft gefährlich wurde es nicht einmal in der Druckphase der Rader mit deren einzigem Treffer (60.). Der VfL fand wieder ins Spiel. Es dauerte jedoch, bis die eingewechselten Michael Schumacher (80.) und Daniel Struck (85.) in der Schlussphase trafen.
GSV Langenfeld – SC Leichlingen 2:2 (2:1). Andreas Wallrafen war schon hellwach, als sich die Leichlinger Defensive noch im Tiefschlaf befand. Er brachte den GSV mit 2:0 in Front (5./8.). Vor allem das zweite Tor offenbarte die fehlende Konzentration. Nach einem Lattenschuss setzte ein Leichlinger Quartett im Strafraum nicht nach und machte Wallrafen die Sache vergleichsweise einfach. „Wegen des frühen Rückstands müssen wir mit dem Unentschieden zufrieden sein“, meinte Trainer Frank Kremer. Dem starken Daniel Babic, trotz Fitness-Rückstand ein Gewinn im offensiven Mittelfeld, gelang noch vor der Pause der Anschlusstreffer (40.). Im zweiten Durchgang legten die Leichlinger zu. Doch trotz vieler Möglichkeiten fiel nur ein weiteres Tor durch Michael Mollek in der 68. Minute. „Wir haben acht glasklare Chancen und machen nur zwei rein – und die nicht einmal durch Stürmer“, kritisierte der SCL-Coach. Angesprochen fühlen müssen sich Manuel Frank und sein diesmal recht unglücklich agierender Bruder Julian, die mehrfach aus aussichtsreicher Position scheiterten.
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