Volleyball: Geschwächt gegen den Trend
VON RALPH ELSEN - zuletzt aktualisiert: 07.02.2009Vor dem Spiel in Berlin gegen Köpenick erinnern sich Leverkusens Volleyball-Damen gerne an den Pokal. Doch sie reisen mit ein paar personellen Handicaps in die Hauptstadt.
Zumindest einem der beiden Teams stehen am frühen Sonntag Abend wieder bessere Zeiten ins Haus. Leverkusens Volleyballerinnen haben ihre drei letzten Bundesliga-Begegnungen verloren, beim Köpenicker SC währt die Phase der Erfolgslosigkeit mittlerweile bereits fünf Partien. "Ich gehe davon aus, dass sowohl wir als auch der Gegner heiß darauf sind, endlich wieder einen Sieg einzufahren. Das Ding ist für mich völlig offen", sagt Leverkusens Trainer Dirk Sauermann vor dem Treffen in der Hauptstadt (morgen, 16 Uhr).
Bayer und die Berlinerinnen kreuzen ihre Klingen schon zum dritten Mal in dieser Saison. Beim ersten Duell, zugleich die Premiere in der Wilhelm-Dopatka-Halle, verloren die Leverkusenerinnen mit 2:3, im Pokalspiel in Wuppertal ein paar Wochen später hatte Bayer nach fünf Sätzen das günstigere Ende für sich. "Daran erinnern wir uns alle noch sehr gern", meint Sauermann in Anspielung darauf, dass die Seinen im Tie Break einen 4:12-Rückstand wettmachten, was nicht zuletzt auf eine gelungene Aufgabenserie von Saskia Leonhardt zurückzuführen war.
Personell pfeifen die Leverkusenerinnen mal wieder auf dem letzten Loch. Katharina Molitor fehlt der Truppe diesmal im Mittelblock, weil die Speerwerferin am Montag in Kienbaum eine Winterwurf-Challenge bestreitet. Die zweite Zuspielerin Brigitte Slack kann wegen einer Virusinfektion keinen sportlichen Dienst bestreiten und zu allem Überfluss wird Saskia Leonhardt vom Fieber geplagt. Möglicherweise wird sie die Reise nach Berlin schon einen Tag früher als der Rest des Teams antreten, um sich im Kreise ihrer dort wohnenden Familie zu schonen und auf rechtzeitige Genesung zu hoffen.
Nadja Schaus hingegen, die zuletzt in Wiesbaden mit völligen Erschöpfungszuständen zu kämpfen hatte, scheint wieder fit zu sein. "Die Regeneration läuft bei ihr verlangsamt ab. Deshalb haben wir den ein oder anderen Ablauf im Training für sie verändert", sagt Sauermann, der gegen Köpenick in der zweiten Libera Georgia Terzoglou wohl nur eine Wechselalternative besitzt. Das sind nicht die besten Voraussetzung, um den Trend zu stoppen.
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