Basketball: Giants wollen das Fremdeln ablegen
VON SEBASTIAN LAULE - zuletzt aktualisiert: 10.02.2012Basketball (RP). Der letzte Spieltag war wie gemalt: Wedel und Wolfenbüttel verloren, selbst fuhr man auswärts zwei Punkte ein, obwohl doch zuvor in gegnerischen Hallen allzu sehr gefremdelt wurde.
Die Bayer Giants sind in der ProB wieder dicht dran am Saisonziel Klassenerhalt. Der Rückstand auf die Konkurrenz, die zudem mehr Partien absolviert hat, beträgt nach dem Erfolg in Stahnsdorf nur noch zwei Zähler. Doch so wohltuend der Erfolg für das Selbstbewusstsein war – es müssen noch drei Siege folgen.
"Ich denke, die Mannschaft wird nach dem letzten Sieg auch vom Kopf her ganz anders in die nächsten Spiele gehen", sagt Achim Kuczmann. Der Leverkusener Coach blickt gewohnt zuversichtlich auf den anstehenden Spieltag, auch wenn der in Rasta Vechta einen ganz dicken Brocken bereithält. Andererseits sind im Abstiegskampf vier Spiele vor Schluss irgendwie alle Brocken gleich dick. "Vechta wird natürlich noch mal eine Nummer härter als Stahnsdorf", ahnt der Giants-Trainer. Denn auch die Niedersachsen (derzeit auf Rang vier) kämpfen nach der jüngsten Pleite bei Alba Berlin um jeden Punkt für die beste Ausgangsposition in den PlayOffs.
Auch die Möglichkeit, dass die heimstarken Rastas (acht Siege, zwei Niederlagen) die Riesen vom Rhein unterschätzen, scheint nach Leverkusens 86:76-Sieg im Hinspiel eher gering. "Die Voraussetzungen sprechen vielleicht nicht für uns, aber ich glaube an die Truppe", meint Kuczmann. Aus dem erfahrenen Trainer spricht dabei weit mehr als nur Zweckoptimismus. Die Entwicklung seiner Mannschaft in den letzten Monaten sieht er überaus positiv, auch wenn die Tabelle das nicht vollends widerspiegelt.
Mit Rückschlägen weiß das Team mittlerweile wesentlich besser umzugehen, das beweist nicht nur der jüngste Erfolg in Stahnsdorf. Trotz teilweise deutlicher Niederlagen (Hannover, Braunschweig) wirken die Riesen gefestigt. Neben dem Kopf stimmt auch die Fitness: Obwohl die Leverkusener Last wegen Verletzungssorgen seit Wochen meist auf den Schultern von nur sieben oder acht Akteuren ruht, kann sie oft in der Endphase noch zulegen. Die Hauptsorge im Vorfeld der noch vier ausstehenden Partien dürfte die Auswärtsschwäche der Giants sein. Die Gesamtbilanz in der Fremde liest sich auch nach letztem Wochenende – mit lediglich zwei Siegen bei zehn Anläufen – immer noch ziemlich schlecht.
Ob der Knoten rechtzeitig geplatzt ist, muss das Duell am Samstag in Vechta beweisen. Im Erfolgsfall können die Giants nach Punkten komplett zu den Nicht-Abstiegsplätzen aufschließen. Während Wedel als einzig spielfreies Team gar nicht eingreifen wird, kann Wolfenbüttel in Braunschweig auch nicht die Favoritenstellung für sich verbuchen.
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