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Gipfeltreffen mit Anziehungskraft

VON TOBIAS KRELL - zuletzt aktualisiert: 27.11.2009

Rechtzeitig vor dem Aufeinandertreffen mit dem großen Konkurrenten von der anderen Rheinseite setzten sich Bayers Fußballerinnen an die Spitze des Klassements der 2. Bundesliga. Bei einem Sieg im Lokalduell Freitagabend (20 Uhr, Jugendzentrum Kurtekotten) gegen den entthronten Primus 1. FC Köln dürfte zusätzlich vorzeitig auch die Herbstmeisterschaft gefeiert werden.

"Das muss unser Ziel sein. Wir gehen mit breiter Brust in dieses Spiel", betont Trainerin Doreen Meier. Ihr ist nicht bange vor den Gästen, obwohl die in Patricia Hanebeck sowie den Auswahlkräften Bilgin Defterli und Sonja Fuss über Personal von gehobenem Format verfügen.

Der türkischen Nationalspielerin, mit 13 Treffern bislang mit Abstand beste Schützin der Liga, will die Übungsleiterin keine Sonderbewacherin zuordnen. "Wir stehen hinten sehr gut. Im Pokal hat zuletzt auch eine Inka Grings gegen uns nicht getroffen. Wieso sollte das einer Bilgin Defterli gelingen", fragt sie.

Die eigenen Stärken hat Meier in den vergangenen Tagen verstärkt in den Mittelpunkt der Betrachtungen gestellt. Nur kurz konfrontierte sie ihre Schützlinge mit den Erkentnissen über den Gegner, dessen Schwächen die Trainerin vor allem in der Defensive ausgemacht hat. Die permanent zu fordern ist darum eine der Vorgaben. "Wenn wir den Gegner vom eigenen Tor weghalten möchten, müssen wir unser Heil im Offensivspiel suchen. Etwas anderes kann meine Mannschaft ohnehin nicht", sagt Meier.

Beflügelt fühlen sich die Leverkusenerinnen nicht nur durch den Sprung an die Spitze, sondern vor allem auch durch die große Kulisse beim DFB-Pokalspiel gegen Bundesligist Duisburg. Nun ist die Hoffnung groß, bei dieser Gelegenheit neue Anhänger gewonnen zu haben. Auf wenigstens 500 Zuschauer hofft Meier heute. Ihre Spielerinnen rechnen mit noch mehr und prickelnde Heimspielatmosphäre beim Mittelrhein-Derby unter Flutlicht.

Kölner Fans sind nicht in nennenswerter Zahl zu erwarten, da die Profis zeitgleich beim VfL Bochum spielen. Dafür haben sich viele neutrale Zuschauer angesagt. Ganze Bundesliga-Teams sogar – aus Essen-Schönebeck, Duisburg, Wattenscheid oder Bad Neuenahr. "Einige haben sogar ihr Training verlegt, um dabei sein zu können. Dieses Spiel elektrisiert", meint Meier.

Quelle: RP

 
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