Volleyball: Harter Kampf um Niveau und Moral
VON HELGA WÜRFEL-ELLMANN - zuletzt aktualisiert: 20.02.2009Geduld und Bescheidenheit sind angesagt: Nach dem mit 1:3 verlorenen Duell gegen den ewigen West-Rivalen USC Münster (wir berichteten) fiebern die Bayer-Volleyballerinnen weiter ihrem sechsten Saison-Sieg entgegen.
Der sollte – nach vier verlorenen Begegnungen – am Sonntag gegen das Allgäu Team Sonthofen aber drin sein (16 Uhr, Wilhelm-Dopatka-Halle), mögen die Leverkusenerinnen auf dem elften Rang auch nur zwei Punkte Vorsprung vor den Oberbayern haben. Und wenn die Bayer-Damen wie im Hinspiel erneut den Tie-Break zum Erfolg benötigen, wäre ihnen das in aktueller Lage auch recht.
"Im Moment ist es egal, welche Mannschaft zu uns kommt oder wohin wir fahren", erklärte Bayers Trainer Dirk Sauermann, "wir sind derzeit unser eigener Gegner, und daran müssen wir arbeiten." Doch nicht fehlender Arbeitswille liegt laut Sauermann der derzeitigen Pechsträhne zugrunde, sondern schlicht die personelle Situation. Zu Saisonbeginn mangels finanzieller Ausstattung (sprich: Sponsoren) nur mit einem knappen und dazu sehr jungen Kader gestartet, rückten krankheits- und verletzungsbedingte Ausfälle – beispielsweise der von Kira Walkenhorst, die noch immer die Bank drückt – von Beginn an den angepeilten sechsten Tabellenplatz in weite Ferne. "Diese Entwicklung hat sich schon sehr früh gezeigt", so Sauermann.
Immer wieder muss der Trainer deshalb im Training externe Kräfte bemühen, um ein wettkampfähnliches Niveau zu simulieren. Zwar stehen Georgia Terzoglou (nach einer im Training erlittenen Gehirnerschütterung) und Lindsay Piccolini (nach einer Operation am Bein) wieder im Aufgebot. Beide sind aber noch angeschlagen. Aktuell hilft deshalb Anna Karthaus aus zweiten Mannschaft aus. "Unter diesen Bedingungen ist es auch für die Spielerinnen, die beschwerdefrei sind, nicht einfach, über Monate Niveau und Moral hoch zu halten", gibt der Trainer zu bedenken.
Umso froher ist er, dass das wegen einer städtischen Veranstaltung von Samstag auf Sonntagnachmittag verlegte Spiel nun doch vor heimischer Kulisse stattfindet, nachdem die Bayern zunächst den Verzicht aufs Heimrecht gefordert hatten. "Wir hoffen, dass die Stimmung in der Halle beim traditionellen Karnevals-Spiel zu einem Sieg beiträgt." Jecke im Kostüm dürfen wie gehabt gratis zuschauen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum