Fußball: Hausmann verschärft den Ton
VON TOBIAS KRELL - zuletzt aktualisiert: 12.09.2008Christian Hausmann ist ein emotionaler Mensch. Die 0:4-Niederlage in Dornap hat den Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfL Witzhelden ganz schön in Rage gebracht. Einigen Akteuren verpasst der Ex-Profi nun einen Denkzettel und stellt die Mannschaft um für das Spiel gegen Vatanspor Radevormwald (Sonntag, 15 Uhr, Scharweg). Mehrere Spieler von der Bank sollen eine Chance erhalten.
Alles andere als ein deutlicher Sieg gegen den punktlosen Tabellenletzten (Tordifferenz nach vier Spielen 7:58) wäre für Hausmann eine große Enttäuschung. „Wir müssen um 15 Uhr rausgehen, Vollgas geben und dem Gegner erst gar keine Chance lassen“, fordert er.
Für jeden, dem dies bislang entgangen sein sollte, stellt er noch einmal klar: „Meine Geduld ist am Ende. Unsere Bilanz ist schlecht. Sieben von zwölf möglichen Punkten sind nicht einmal 60 Prozent. Das ist viel zu wenig.“ Florian Mandt fällt wegen einer Knieverletzung aus.
Mit einem Kontrahenten von ganz anderem Kaliber bekommt es der Lokalrivale SC Leichlingen zu tun. Das Team von Trainer Klaus Körner muss beim Meisterschaftsanwärter VfB Solingen antreten (Sonntag, 15 Uhr), der Vatanspor Radevormwald am vergangenen Wochenende stolze 21 Tore einschenkte.
„Das werden sie gegen uns nicht schaffen“, scherzt Leichlingens sportlicher Leiter Ralph Betzel. Natürlich ist nicht etwa eine Niederlage mit weniger Toren das Ziel, sondern ein Punktgewinn. Dass der durchaus drin ist, hat der SCL in der vergangenen Woche mit dem Remis beim ebenfalls ambitionierten TSV Ronsdorf gezeigt.
„Da hat Klaus Körner die Elf hervorragend eingestellt“, sagt Betzel. Besonders angetan war er vom Coup des Trainers, den jungen Stelios Kalatoudis als zweiten Angreifer neben Daniel Fischermann aufzubieten. „Das war ein Volltreffer“, betont er. Mit Umstellungen in der Offensive ist trotz der starken Vorstellung des Griechen zu rechnen.
Denn Stammkraft Nuri Berani steht wieder zur Verfügung. Noch länger gedulden muss sich wohl Neuzugang Habib Ramadani. Wegen Problemen mit der Spielberechtigung droht ihm eine Sperre bis November. Die wäre die Folge eines Verpassens der Wechselfrist. „Da ist etwas schief gelaufen. Wir versuchen das zu klären. Es geht nur um einen Tag“, verrät Betzel.
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