Olympia: Im Zentrum des Erfolgs
VON STEFAN KLÜTTERMANN - zuletzt aktualisiert: 19.01.2010 - 09:06Der Standort Leverkusen spielt die zentrale Rolle im Verbund des Olympia-Stützpunktes Rheinland (OSP). Für die Förderung des Spitzensports in der Region verfolgt der OSP mehrere parallele Ansätze.
Der OSP im Rheinland
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Michael Scharf bemüht ein Bild aus dem Fußball, wenn er die Rolle des Olympia-Stützpunktes Rheinland (OSP) bei der Förderung von Spitzensportlern skizziert. „Wir sind der Sechser im Mittelfeld, räumen Probleme aus dem Weg, sehen Passwege nach vorne und sind immer anspielbereit.“ Wichtigster Betätigungort des OSP-Sechsers ist dabei Leverkusen, als einer von elf Standorten des Stützpunktes.
Rund 120 von 600 Bundeskader-Athleten im OSP-Gebiet trainieren auf den Sportanlagen in Leverkusen. Hier finden sich ein leistungsstarker Verein, hochqualifizierte Trainer sowie eine gute Infrastruktur mit Sportstätten wie der Fritz-Jacobi-Anlage. „Solche Bedingungen finden Sie nirgendwo in Deutschland“, sagt Scharf, seit 2004 Leiter des OSP. Vor allem dank der Ergebnisse von Bayer-04-Athleten stehe das Rheinland in den vergangenen Jahren bei der Bilanz stets als bester der 19 deutschen Olympia-Stützpunkte dar. 151 Medaillen bei Olympia seit 1988 sprechen für sich.
Der OSP, der früher „Köln-Bonn-Leverkusen“ und seit 2007 „Rheinland“ heißt, fungiert als Bindeglied, als Bereitsteller von Geldern und Fachleuten. „Wir bieten den Athleten praktische Unterstützung im Bereich Rehabilitation, Physiotherapie, Leistungsdiagnostik oder Laufbahnberatung. Alles natürlich sportartübergreifend“, sagt Scharf. Das Augenmerk liegt dabei gleichberechtigt auf dem paralympischen Sport, auf der Heranführung des Nachwuchses ebenso wie auf dem Spitzensport.
Mitglieder im OSP mit Sitz in Köln sind auf Leverkusener Seite die Stadt, der Stadsportbund sowie der Sportpark. Im fünfköpfigen Vorstand des Trägervereins (der am Freitag seinen 20. Geburtstag feiert) ist Leverkusen zudem mit Hans-Peter Meyer als Vorsitzendem und Georg Boßhammer (Sportpark, Beirat) vertreten. Einmal im Monat sitzt der OSP mit dem NRW-Innenministerium, dem Landessportbund und der Sportstiftung zusammen im „Leitungsstab NRW“.
Dort wird die Sportförderung landesweit koordiniert. Ein aktuelles Thema: das Konzept der Leistungszentren. 15 bis 20 sollen in NRW entstehen. Leverkusen werde sicher eines, sagt Scharf, weil es neben den genannten Voraussetzungen auch Internatsstrukturen und eine breite Palette an Sportarten aufweise.
„Für 2010 steht bei mir ganz oben auf der Agenda die Förderung der Kombination von Ausbildung und sportlicher Karriere“, sagt Scharf. Hier werde zwar von Politik und Sport ganz allgemein die Wichtigkeit des Themas betont, die konkrete Umsetzung aber oftmals auf die lange Bank geschoben. „Da läuft noch nicht alles optimal“, sagt Scharf.
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