Volleyball: Intensiver Kampf ohne Ertrag
VON BENJAMIN SCHÜTZ - zuletzt aktualisiert: 19.01.2009Im hohen Bogen fliegt der Ball nach einer missglückten Annahme weit hinter die Grundlinie. Der Punkt scheint für Bayers Volleyball-Damen schon verloren, da sprintet Donata Huebert hinter dem Ball her und erreicht ihn sieben Meter hinter der Grundlinie tatsächlich noch. Nur ein Beispiel für den aufopferungsvollen Kampf, den das Team von Trainer Dirk Sauermann während der ganzen Bundesliga-Partie gegen den 1. VC Wiesbaden an den Tag legte.
Am Ende reichte dies aber nicht zum erhofften Punktgewinn, das Spiel ging mit 2:3 (36:34, 22:25, 28:30, 25:23 und 12:15) verloren. "Ich ziehe meinen Hut vor dieser Leistung", lobte Sauermann, der sich trotz der Niederlage zufrieden zeigte mit der engagierten Vorstellung seines Teams.
Denn Bayer überzeugte nicht nur kämpferisch. In der Annahme und im Block wies die Statistik Vorteile für die Leverkusenerinnen aus, nur im Angriff waren die Hessen wie erwartet überlegen. Dies und die größere Erfahrung gaben schließlich den Ausschlag für die Gäste. "Die Wiesbadenerinnen besaßen im letzten Satz mehr taktische Möglichkeiten. Sie konnten es sich leisten, in Steffi Lehmann eine ihrer besten Spielerinnen lange auf der Bank sitzen zu lassen und erst im Tie-Break zu bringen", erklärte Sauermann.
Hessinnen genervt
Dies zeugte aber auch davon, dass sich Wiesbaden die Aufgabe leichter vorgestellt hatte. Stellenweise wirkten die Hessinnen schwer genervt angesichts des Widerstandes der Leverkusener, die keinen Ball verloren gaben. "Diesen Kampf erwarte ich aber auch. Nur so können wir zum Erfolg kommen", betonte Sauermann, der nach der zweieinhalbstündigen Partie fast so geschafft wirkte wie seine Schützlinge.
Dass Leverkusen das Spiel so offen gestalten konnte, lag vor allem an den Leistungsträgerinnen Maren Brinker und Nadja Schaus, die sich in den entscheidenden Phasen abgeklärt zeigten. Einer dieser Momente war der erste Durchgang, in dem Bayer acht Satzbälle benötigte, um den Sack zuzumachen. Neben dem Angriffsduo verdienten sich Ann-Christin Quade und Crystal Hudson gute Noten.
Bayer: Hudson, Linnarinne, Schaus, Brinker, Terzoglu, Quade, Piccolini, Slack, Huebert, Leonhardt.
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