Fußball: Jakobs lässt’s nicht lange klingeln
VON TOBIAS KRELL - zuletzt aktualisiert: 14.03.2008Zwei Mal nur klingelt das Mobiltelefon. Dann hebt er schon ab. Von wegen nicht erreichbar: Willi Jakobs ist sogar schnell zu sprechen. An der Balker Aue wurde anderes erzählt über den Vorsitzenden des Fußball-Bezirksligisten SC Leichlingen. Es hieß sogar, der Vereinsvorsitzende sei mittlerweile gar nicht mehr im Amt und Geschäftsführer Günter Bremer habe kommissarisch übernommen. „Alles Quatsch. Ich habe nur am Sonntag mal gefehlt und werde in Zukunft auch wieder bei unseren Spielen sein“, versichert Jakobs.
Im Moment bastele er mit großem Einsatz an der Zusammenstellung der künftigen Führungsmannschaft. Jakobs selbst – durch den internen Streit im Klub um die Verwendung einer Erbschaft in die Kritik geraten – hat bereits angekündigt, bei der Jahreshauptversammlung im April nicht mehr als Vorsitzender kandidieren zu wollen. „Ich mache nur weiter, wenn sich niemand findet, aber zur Zeit sieht es ganz gut aus“, verrät er. Die Arbeit soll künftig auf mehrere Schultern verteilt werden. Die Zeit der „One Man Show“ sei vorbei.
Sportlich läuft es noch nicht rund in diesem Jahr für die Leichlinger. Am Sonntag müssen sie zum FC Monheim (15 Uhr). „Wir müssen die Ärmel hochkrempeln. Einige Spieler sollten sich ein Beispiel nehmen an Giacomo Sorce und Valli Tsaprantzis. Die haben auch nicht gut gespielt, aber ihr Einsatz hat zumindest gestimmt“, sagt Trainer Frank Kremer. Weitere Leistungsträger wie Kapitän Peter Walocha, Daniel Babic, Michael Mollek oder Manuel Frank nahm er in die Pflicht, mit gutem Beispiel voran zu gehen, um die Grundlage zu schaffen für einen Weg aus der kleinen Krise des Teams seit dem Jahreswechsel.
Bestens läuft es beim Rivalen VfL Witzhelden. Der Tabellenvierte ist deutlicher Favorit am Sonntag bei der Partie gegen den Abstiegskandidaten BSC Aufderhöhe (15 Uhr, Scharweg). Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass in den gesperrten Dirk Drössert und Tim Prenzel, Alexander Witt (Prüfungsvorbereitungen) sowie den verletzten Patrick Flottmann, Mario Färber und Daniel Struck ein halbes Dutzend Stammspieler ausfällt. „Wir müssen Gas geben und Aufderhöhe auffressen. Mit halber Kraft geht das nicht“, warnt Trainer Christian Hausmann.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum