Fußball: Kirsten bewegt sich auf Neuland
VON UDO BONNEKOH - zuletzt aktualisiert: 08.08.2007Neue Liga, neues Team, viele neue Gegner – für Bayer Leverkusens zweite Fußball-Vertretung beginnt heute (18.30 Uhr, Haberland-Stadion) mit der Oberliga-Partie gegen die Reserve von Fortuna Düsseldorf der Wettlauf um die ersten vier Plätze.
Die sind deshalb so begehrt, weil allein sie Zutritt verschaffen zu der demnächst der neu gebildeten 3. Liga nachfolgenden Klasse (4. Liga/Regionalliga). „Zu den vier Vereinen wollen und müssen wir gehören“, sagt Trainer Ulf Kirsten, der vor dem Auftakt gegen die Fortuna II Zuversicht verbreitet, weil „wir eine gute Vorbereitung hinter uns haben“.
Die Niederlage im Pokal gegen einen (erstaunlich schwachen) Zweitligisten wie Paderborn hat Kirsten in seiner Ansicht zumindest nicht widerlegt. Und Nachwirkungen psychischer Art wird das 0:1 vom vergangenen Sonntag gegen die eher biederen Westfalen vermutlich auch nicht haben, weil sich der Misserfolg nicht als deprimierendes Gemeinschaftserlebnis darstellte. Von denen, die gegen Paderborn in der BayArena mitwirkten als Leihgabe von den Profis, wird heute kaum jemand dabei sein – nicht Hans Sarpei, nicht Sascha Dum, wohl auch nicht Ricardo Faty.
„Wir müssen schauen, dass wir unter allen Umständen einen guten Start erwischen“, sagt Co-Trainer Dirk Dreher, der die Fortuna-Reserve nach den von Späher „Mecki“ Horch gesammelten Eindrücken von deren 1:2 gegen SW Essen zur Oberliga-Premiere als „technisch gut und spielstark“ einstuft. Ein Sieg käme auch deshalb sehr recht, weil danach das Parforceprogramm nicht mehr so gewaltig erschiene. „Wir haben, Pokal eingerechnet, vier Spiele in elf Tagen“ betont Dreher. Am Sonntag geht es nach Velbert, am Mittwoch drauf wird die vom 4. August verlegte Partie beim MSV Duisburg II nachgeholt, dann kommt Speldorf.
Das bei der zweiten Leverkusener Mannschaft vor jeder Spielzeit übliche Wechselspiel umfasste diesmal neun Leute, die den Klub verlassen haben, und 13, die dazu gekommen sind, ob von außerhalb oder aus der Jugend nachgerückt. „Mit der Integration gibt es allein schon deshalb kleine Probleme, weil die Mehrzahl der Akteure sich bei uns bereits auskennt“, stellt Kirstens Assistent fest. Völlig neu finden müssen sich lediglich Kerim Arslan, Atanas Kurdov, Robert Scannewin, Andreas Trick und Maciej Zieba.
Stürmer Dennis Schmidt und Kim Falkenberg, im Pokal nicht dabei, rücken heute ins Aufgebot. Kevin Kratz ist angeschlagen, der talentierte Jens Hegeler hofft, zeitig von einem Bundeswehr-Lehrgang zurück zu sein.
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