Fußball: Kirstens Truppe im Stimmungstief
VON RALPH ELSEN - zuletzt aktualisiert: 02.03.2007Heimelig ist die Stimmung im Moment natürlich nicht, wenn sich die Regionalliga-Fußballer von Bayer Leverkusen II nach ihren Auswärtsspielen in den Bus zur Heimfahrt setzen. Nach dem 0:4 kürzlich bei Union Berlin ging’s viele Stunden schweigsam durch die Nacht, und auch die Tour von Bremen aus zurück nach Leverkusen am Mittwoch Abend gestaltete sich „ausgesprochen ruhig“, wie Co-Trainer Dirk Dreher betonte. Nach der 0:1-Niederlage im Nachholspiel bei Werders Reserve, die die Leverkusener noch tiefer in den Abstiegskampf drückt, war die Betroffenheit jedenfalls beinahe zu greifen (wir berichteten).
Obwohl Bayer sieben mit einem Profivertrag ausgestattete Spieler auf dem Platz stehen hatte, blieb der gewünschte Ertrag aus. „Ich habe einfach die letzte Entschlossenheit vermisst“, kritisierte Trainer Ulf Kirsten, der derzeit natürlich nicht eben strahlend daherkommt als bekennender schlechter Verlierer. Denkbar mies musste die Laune auch bei Verteidiger Assimiou Touré sein, der den Bremer Treffer nach gut einer Stunde begünstigt hatte, indem er sich beim Klärungsversuch auf die Nase legte und dem Gegner das Tor praktisch auf dem Tablett servierte.
Viel Zeit zum Wundenlecken indes bleibt den Leverkusenern nicht. Am Sonntag (14 Uhr, Haberland-Stadion) empfangen sie im SV Wilhelmshaven eine Mannschaft, der es als Vorletzter auch nicht besser geht. „Die Truppe kämpft genau so ums Überleben wie wir auch“, sagt Dreher über den Gegner, der in der Winterpause neun neue Leute verpflichtet hat. Wilhelmshaven spiele „sehr aggressiv und körperbetont“, hat Dreher festgestellt, „und darauf müssen wir uns einstellen.“ Damit nachher die Stimmung in der Kabine nicht wieder total im Keller ist.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum