Fußball: Kremer zeigt Krallen
VON TOBIAS KRELL - zuletzt aktualisiert: 16.11.2007Es herrschte Redebedarf in der Balker Aue. Frank Kremer bat die Seinen zum Gespräch. Dabei zeigte der Trainer des Fußball-Bezirksligisten SC Leichlingen erstmals Krallen. Denn die Leistung bei der Heimniederlage gegen Berghausen war überhaupt nicht nach dem Geschmack des Übungsleiters. „Das war viel zu wenig. Das Zweikampfverhalten, die Laufbereitschaft, die ganze Einstellung hat nicht gepasst. Ich bin ziemlich enttäuscht“, betonte der Ex-Profi.
Ob die Mannschaft den eindringlichen Appell des Trainers verstanden hat und seine Vorstellungen zeitnah umzusetzen weiß, dürfte sicher auch Einfluss darauf haben, wie in ein oder zwei Wochen die Gespräche verlaufen über Kremers weiteres Engagement.
Erst einmal hat er nur einen Kontrakt bis Jahresende. Viele Möglichkeiten, disziplinarisch tätig zu werden bei Nichtbeachten der Vorgaben durch einzelne Spieler, hat der SCL-Coach aktuell nicht. Die Mannschaft für die Partie beim BSC Aufderhöhe (Sonntag, 14.30 Uhr) stellt sich nahezu von selbst auf. Thomas Granzow erlitt einen Bandscheibenvorfall, Marco Lucar-Jung hat den Meniskus eingeklemmt. Samy Saad sitzt eine vierwöchige Rotsperre ab. Norman Makulik und Omar Abdelhadi sind krank, Giacomo Sorce und Peter Walocha angeschlagen.
Möglicherweise treffen die Leichlinger auf einen ebenfalls arg dezimierten Gegner. Denn einige Spieler der ersten Mannschaft des BSC weigerten sich zuletzt, zu spielen. Ergänzt wurde aus dem Kader der Reserve. „Aber auch gegen das Kreisliga A-Team der Aufderhöher müssten wir zumindest ein gewisses Maß an Einsatz und Einstellung zeigen“, mahnt Kremer.
Keinen Anlass zu Beschwerden geben zur Zeit die Auftritte des VfL Witzhelden. Mit 21 Punkten bereits über dem Soll, hat das Übungsleitergespann neue Ziele für die Zeit bis zum Jahreswechsel ausgegeben. Zumindest sieben Punkte sollen es sein aus vier Aufgaben. Ehe zu Partien gegen die Abstiegskandidaten GSV Langenfeld und Gruiten kommt, stehen zunächst die Duelle mit den Tabellennachbarn auf dem Programm. Am Sonntag tritt der VfL bei Türkgücü Remscheid an. Danach empfangen die Witzheldener die vor ihnen platzierte Mannschaft aus Jägerhaus Linde.
„Wir wollen nun sehen, dass wir möglichst viele Mannschaften hinter uns lassen“, sagt Co-Trainer Oliver Heesen. Er und Coach Christian Hausmann sind in erster Linie damit beschäftigt, etwas auf die Euphoriebremse zu treten. „Damit keiner abhebt“, meint Heesen. In Remscheid fehlen Markus Schaefer (Rotsperre), Patrick Grawer (verletzt), Simon Schmitz (auf Malta) und Timo Grund (in den USA).
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