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Linda Stahl Leverkusen Speerwurf EM Panorama 100729 afp
  Foto: AFP, AFP
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Leichtathletik: Leverkusenerin Stahl holt Gold im Speerwurf

zuletzt aktualisiert: 30.07.2010 - 10:26

Mit triumphierend in die Höhe gereckten Armen bejubelte Linda Stahl ihren Gold-Coup: Die 24-jährige Leverkusenerin stellte bei der Leichtathletik-EM in Barcelona mit 66,81 Metern eine neue persönliche Bestleistung auf.

"Ich habe mir schon 65 m zugetraut, aber dass der Speer so weit fliegt, hätte ich nie erwartet", sagte die Medizinstudentin. ".Ich kann es kaum fassen, dass ich gegen diese Konkurrenz gewonnen habe." Auch den zweiten Platz holte eine Deutsche: Olympiadritten Christina Obergföll aus Offenburg schaffte 65,58 m.

Hinter der drittplatzierten Weltrekordlerin und Olympiasiegerin Barbora Spotakova aus Tschechien (65,36), die durch eine Verletzung am Wurfarm gehandicapt war, komplettierte die Olympia-Achte Katharina Molitor (ebenfalls aus Leverkusen) als Vierte mit 63,81 m das glänzende Abschneiden des deutschen Speer-Trios.

Dabei hatten die äußeren Bedingungen die deutsche Medaillenjagd nicht gerade leichter gemacht. Zwar war das abendliche Unwetter über der Olympiastadt von 1992 bis zur Speer-Konkurrenz abgeflaut, doch der teilweise böige Wind blies von allen Seiten durchs Stadion.

"Es war schon ein etwas seltsamer Wettkampf. Vor allem, weil am Ende noch einmal alles durcheinander gewirbelt wurde", meinte Obergföll. Die 29-Jährige aus Offenburg sah ihren Wettkampf denn auch mit gemischten Gefühlen: "Klar freue ich mich über meine erste EM-Medaille, aber Gold war zum Greifen nah, und ich hatte einfach Probleme mit meinem Rhythmus beim Anlauf. Die Beine liefen nicht so richtig"

Stahl und Obergföll sorgten für den ersten Doppelsieg in ihrer Disziplin seit 36 Jahren. Die letztjährige WM-Sechste Stahl wurde als insgesamt achte deutsche Speer-Europameisterin seit 1938 Nachfolgerin ihrer zurückgetretenen Leverkusener Klubkameradin Steffi Nerius, die vor vier Jahren in Göteborg triumphiert hatte.

Quelle: SID/jco

 
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