Basketball: Lizenz-Wirrwarr: Bleibt BBZ doch erstklassig?
VON STEFAN KLÜTTERMANN - zuletzt aktualisiert: 05.06.2010Gut elf Wochen nach dem sportlichen Abstieg aus der Ersten Bundesliga bietet sich für das Frauen-Basketball-Team der SG BBZ Opladen eine mögliche Hintertür für den Verbleib in der obersten Spielklasse DBBL. Hintergrund ist eine Posse um die Lizenzverweigerung in erster Instanz für den amtierenden Meister und Pokalsieger TV Saarlouis.
Der Lizenz-Ligaausschuss hatte den Saarländern drei Wochen nach dem Gewinn des nationalen Titels die Spielberechtigung für die kommende DBBL-Saison entzogen. "Ausschlaggebend hierfür sind wirtschaftliche Gründe", heißt es. Aus dem Umfeld des Vereins erfuhr unsere Zeitung, dass im Hintergrund zwei Gesellschafter um die Funktion als Lizenzträger streiten. Die "Royals Basketball GmbH und Co. KG", die wegen Überschuldung nun zunächst keine Lizenz erhielt, verkündete gestern Nachmittag plötzlich die völlige Entschuldung. Deshalb werde man nun auch das Schiedsgericht fristgerecht anrufen, um in zweiter Instanz die Lizent für die erste Liga zu erhalten. Wann das Schiedsgericht über den TV-Einspruch entscheidet, ist nach Liga-Angaben noch unklar.
Weil die DBBL sich aber absichern wollte, kam Absteiger BBZ Opladen ins Spiel. Opladen sowie die Zweitliga-Teams aus Osnabrück und Rist Wedel erhielten Post aus der Bergisch Gladbacher Liga-Geschäftsstelle. Man solle bis Montag signalisieren, ob man im Falle eines endgültigen Saarlouiser Scheiterns Interesse an einer DBBL-Lizenz habe. "Das werden wir tun", sagt BBZ-Managerin Ute Graf. Die Spielerinnen seien von der Idee, weiter erste Liga zu spielen, begeistert gewesen. Jetzt klopfe man bei Sponsoren und möglichen Neuzugängen wegen dieser Eventualität an. "Für die zweite Liga sind wir in jedem Fall gut aufgestellt", sagt Graf. Die Gespräche mit einem Nachfolger von Trainer Markus Pohle seien auch weit gediehen.
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