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Handball: LTV: gemischte Gefühle nach dem Remis

VON ROMAN ZILLES - zuletzt aktualisiert: 22.03.2010

Nach dem Schlusspfiff dominierte zunächst die Enttäuschung. Darüber, erneut einen unmittelbaren Konkurrenten nicht besiegt zu haben; darüber, erneut einen großen Vorsprung (zwischenzeitlich waren es fünf Tore) nicht über die Zeit gebracht zu haben; darüber, erneut keinen Sprung vom Tabellenende Richtung Klassenerhalt gemacht zu haben.

Trost nach dem verpassten Sieg: Leichlingens Benjamin Göller hockt bei Dirk Schumacher.  Foto: RPO
Trost nach dem verpassten Sieg: Leichlingens Benjamin Göller hockt bei Dirk Schumacher. Foto: RPO

Entsprechend trauerte Trainer Frank Lorenzet "einem verlorenen Punkt" nach, weil seine Mannschaft "einen Gegner, der schon geschlagen schien, wieder stark gemacht hat". Einerseits.

Andererseits ging ihm in der Nachbetrachtung auch auf, dass er und seine Spieler sich glücklich schätzen durften, dass ihnen der zweite sicher geglaubte Zähler nicht noch aus den Fingern geflutscht war. Denn beim 30:30 (15:14) des Leichlinger TV gegen Tuspo Obernburg fiel die Entscheidung über die Punktevergabe – wie so oft im Handball – in den finalen Minuten. Dass der LTV bis dahin mehr als 50 Minuten lang geführt hatte – das war längst Makulatur, als Torwart Marc Ross kurz vor Ende, beim Stand von 28:28, einen Siebenmeter entschärfte. Daher brach sich neben der Leichlinger Enttäuschung durchaus auch Erleichterung darüber Bahn, keine totale Bruchlandung hingelegt zu haben.

Zumal das Unentschieden angesichts des spielerischen Niveaus völlig in Ordnung ging. Technische Fehler hatten Konjunktur am Freitagabend und ließen Obernburgs Trainer Christoph Barthel hinterher von einem Duell "Not gegen Elend" sprechen.

Dennoch fielen auf Leichlinger Seite zwei Akteure sehr positiv auf. Valdas Novickis zählte nicht dazu: Er erhöhte sein Konto zwar um neun (auf nun insgesamt 76) Tore, präsentierte aber immer wieder auch seine schattige Seite. Mit vielen sonnigen Momenten machte das Gespann Bruno Scherer und Achim Jansen auf sich aufmerksam. Selten war Rechtsaußen Jansen so agil im LTV-Trikot am Werk gesehen worden. Neben vier Treffern zeigte er auch schöne Anspiele auf Scherer, der sich trotz Trainingsrückstands am Kreis resolut durchboxte und phasenweise traf wie zu besten Regionalliga-Zeiten.

LTV Ross, Reckzeh – Novickis (9), Scherer (6), Jansen (4), Pistolesi (4), Kreckler (3/2), Schumacher (2), Göller (1), Ellenberg (1), Born, Buss.

Quelle: RP

 
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