Basketball: Mit Handicap auf Tour
VON FRIEDRICH G. STRAUCH - zuletzt aktualisiert: 16.11.2007Die Giants müssen in der Partie bei den Tigers Tübingen auf Brant Bailey verzichten. Und der Einsatz von Eric Taylor ist fraglich. Auch der TuS 82 Opladen klagt trotz guter Serie über personelle Probleme.
Bayers Bundesliga-Basketballer gehen auf Tour. Sie müssen nach Tübingen, mit das weiteste Ziel, das die Leverkusener per Bus ansteuern. Das ist schon einmal ein Handicap. Der zweite und schon größere Nachteil: Nicht nur Brant Bailey wird fehlen, sondern womöglich auch Eric Taylor. Während es Bailey im Unterschenkel zwickt, was ihm bereits eine Zwangspause gegen Ulm beschert hat, klagt Taylor über Probleme im Oberschenkel. Zwar hofft Giants-Coach Achim Kuczmann, dass wenigstens Taylor in der schwäbischen Universitätsstadt auflaufen wird, doch die Vorbereitung hat er nicht mitmachen können.
Denn die Tigers Tübingen verfügen in Rasko Katic, Ajene Malaki Moye und Bingo Merrex über drei exzellente Rebounder und Korbjäger. „Unserer vorrangiges Ziel wird sein“, lautet Kuczmanns Berechnung, „diese drei Spieler zu neutralisieren.“ Die Stärke der Tübinger unter den Körben wäre damit das dritte gewichtige Argument, das eher für eine Leverkusener Niederlage spricht. Viertens: Die Tübinger gelten als sehr heimstarke Truppe, und die Leverkusener haben trotz ihrer bislang sehr zufriedenstellend verlaufenen Saison dreimal auswärts verloren.
Die Tübinger sind mit drei überzeugenden Siegen in die Saison gestartet, suchen aber nach zuletzt drei Pleiten in Folge wieder Halt. „Sie werden daher alles tun, um vor eigenem Publikum diese Negativserie zu beenden“, sagt Kuczmann in Erwartung eines entschlossenen, äußerst aggressiven Gegners. Das wäre bereits der fünfte Punkt, der eher für eine Niederlage von Bayers Korbjägern spricht.
Bleibt da überhaupt ein Argument für einen Sieg der Leverkusener? „Auf jeden Fall“, findet Kuczmann. „Wir haben ja bislang schon bewiesen, dass wir gegen jeden gewinnen können.“ Er schränkt aber in einem Nebensatz gleich ein: „Wenn alle gesund sind.“ Und das ist gerade der Pferdefuß. Der Coach führt allerdings noch was ins Feld, was ihn zuversichtlich stimmt: „Wir geben nie auf.“ Genau mit dieser Einstellung haben die Giants in dieser Saison für mehrere angenehme Überraschungen gesorgt.
Neben den beiden angeschlagenen Centern sind übrigens auch die Spöler-Zwillinge verletzt. „Da bin ich aber zuversichtlich, dass beide in der nächsten Woche wieder trainieren werden.“ Dagegen wird Nachwuchsspieler Lucas Welling wohl bis Ende des Jahres aussetzen müssen. Weil Wellings Probleme mit dem Herzen nicht unkritisch sind, wollen die Leverkusener da keinerlei Risiko eingehen.
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