Basketball: Mit Schwimmflügeln ins Oberhaus
VON SEBASTIAN LAULE - zuletzt aktualisiert: 22.04.2009Am Freitagabend greifen sie sportlich zu den Sternen nach dem 91:75-Erfolg im ersten Vergleich. Mit einem weiteren Erfolg in Osnabrück hätten sich die Basketball-Damen von Union Opladen für die 1. Bundesliga qualifiziert.
Und diesmal soll nicht nur auf dem Feld, sondern auch auf dem finanziellen Sektor der Aufstieg gelingen. "Wir konzentrieren uns nur aufs Sportliche, alles andere können wir sowieso nicht beeinflussen", meint Trainer Markus Pohle.
Der Vorstand der Union arbeitet indes akribisch am Erreichen des großen Ziels. Die Lizenzunterlagen sind fristgerecht bei der DBBL eingereicht worden, Finalgegner Osnabrück hat dies versäumt. "Ich will nächstes Jahr aber nur in Liga eins spielen, wenn wir uns dafür auch qualifiziert haben", stellt Pohle klar. Am 30. Mai entscheidet der Ligaausschuss, ob die Union nächste Saison im Konzert der Großen mitspielen darf, Manfred Merkens jedenfalls sieht dem Stichtag positiv entgegen. "Die geforderten Standards werden von uns erfüllt, ich bin da sehr zuversichtlich", betont der Vorsitzende der Union.
Vom geplanten 60 000-Euro-Etat hat Opladen knapp 45 000 zusammen, der Rest soll bis September noch aufgebracht werden. "Wir suchen immer noch Sponsoren und Unterstützer, für den Stadtteil Opladen wäre eine Erstligamannschaft etwas ganz Besonderes", meint Merkens. Auch die Geschäftsführerin äußert sich optimistisch, wenngleich das Ganze in jeder Hinsicht ein Kraftakt wird. "Die Finanzen sind knapp, aber viele Clubs haben Schwierigkeiten, die Forderungen zu erfüllen. Insgesamt muss uns die Liga etwas entgegen kommen, wir hangeln uns gerade mit Schwimmflügeln ins Oberhaus", sagt Tanja Reintjes.
Sollte der Aufstieg auf beiden Ebenen gelingen, blieben hinter der neuen Saison dennoch viele Fragezeichen. Denn der Vorstand betont unisono, dass auch weiterhin keine Ausländerinnen geholt werden sollen. Nur junge nationale Talente kommen als Neuzugänge in Frage, obwohl Verstärkungen aus Übersee bei allen Bundesliga-Clubs zum Inventar gehören. Dabei soll auch die Nähe zu den Studienstandorten Köln und Bonn helfen. "Ausländische Spielerinnen bedeuten nicht automatisch eine entscheidende Verstärkung", meint Reintjes.
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