Mit trüber Laune zum Kultklub
VON RALPH ELSEN - zuletzt aktualisiert: 15.09.2006An bewegten Bildern zur Einstimmung hat es nicht gemangelt, als sich die Fußballer von Bayer Leverkusen II gestern Nachmittag im Bus auf die Fahrt nach Hamburg machten. Der Auftritt des FC St. Pauli gegen die Münchner Bayern im DFB-Pokal flimmerte da über die Bildschirme, und Bayers Spieler erhielten schon einmal etwas Anschauungsmaterial, was sie am Millerntor heute Abend (19.30 Uhr) im Punktspiel der Regionalliga erwartet. Da die Aussicht, ausgerechnet beim Hamburger Kultklub, der schon mit mindestens 15000 Getreuen rechnen kann, sobald im baufälligen Stadion auch nur das Flutlicht angeht, den ersten Saisonsieg einzufahren, nicht gerade groß einzuschätzen ist, war die Stimmungslage bei den Leverkusenern nicht unbedingt die beste.
Die Tatsache, dass die Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt wie Borussia Dortmund II (1:0 gegen Osnabrück) oder Kickers Emden (1:0 gegen Düsseldorf) unter der Woche erneut fleißig punktete, trug ebenfalls nicht zur Steigerung des Wohlbefindens bei. „Aber das sollte uns gar nicht groß jucken. So lange wir nicht selbst mal ein Spiel gewinnen, brauchen wir auf die anderen nicht zu schauen“, meint Co-Trainer Dirk Dreher.
Immerhin jedoch hat St.Pauli derzeit alles andere als einen Lauf, was lediglich acht Punkte aus den ersten sieben Partien und Platz 14 verdeutlichen. „Dennoch haben die Hamburger einige Leute mit Zweitliga-Niveau im Team“, betont Dreher und denkt dabei etwa an Stürmer Luz, der bei seinem Comeback beim 3:3 in Wilhelmshaven zwei Treffer erzielte.
Bei Bayer sieht’s personell eher trübe aus. Die Verletzten Assimiou Touré, Pierre De Wit und Kim Falkenberg sind erst gar nicht mitgefahren in den Norden. Und wer eventuell als Leihgabe von den Profis heute Abend zu erwarten ist, wird sich erst ganz kurzfristig herausstellen nach dem Uefacup-Spiel der Leverkusener gestern Abend beim FC Sion in der Schweiz.
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