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Handball: Mit Wut im Bauch an die Spitze

VON CLAUDIA BECKER - zuletzt aktualisiert: 16.11.2007

Wenigstens ein bisschen Wiedergutmachung für die schrecklichen letzten Tage um den Europa-Pokal in Russland erlebten die Leverkusener Handball-Frauen beim Bundesliga-Spiel gegen die TSG Ketsch. Außer über ein absolut ungefährdetes 34:22 (15:11) durften sich die „Elfen“ besonders über die Ergebnisse der Konkurrenz freuen.

Trainerin Renate Wolf hat durchgegriffen.  Foto: RPO
Trainerin Renate Wolf hat durchgegriffen. Foto: RPO

Bereits vor dem Abpfiff hallte es schon „Spitzenreiter - Spitzenreiter“ durch die Halle. Und tatsächlich: Zumindest bis zum Wochenende ist Bayer Tabellenführer, da der bisherige Primus Nürnberg gegen Frankfurt nur ein Unentschieden erreichte. Auch Verfolger Leipzig patzte und musste in Buxtehude die zweite Saisonniederlage einstecken.

Der Sieg gegen die TSG war für Bayer gleichzeitig die Revanche für die (bislang einzige) Niederlage am ersten Spieltag. „Es war sicherlich keine leichtes Spiel für meine Mädels, sie mussten erst einmal gegen ihren inneren Schweinehund kämpfen“, betonte Trainerin Renate Wolf. Die Beine noch sehr schwer von der Partie in Wolgograd und den Reisestrapazen, den Kopf leer nach dem sehr unglücklichen Ausscheiden und den Bauch wahrscheinlich immer noch voller Wut – so begann Bayer gegen Ketsch auch etwas schwerfällig.

Es dauerte bis zur zweiten Halbzeit, bis der Knoten so richtig platzte und sich die Leverkusenerinnen eine deutliche Führung erarbeiteten. Trotzdem war Wolf unter diesen Vorbedingungen einverstanden mit der Leistung ihres Teams. „Besonders in den zweiten dreißig Minuten hat meine Mannschaft durchaus zufriedenstellend gespielt“, sagte sie.

Zur Belohnung einerseits, aber sicherlich noch viel mehr zur weiteren psychischen und physischen Erholung gibt es nun erst einmal einen Tag frei, bevor die Mannschaft sich auf das nächste Bundesligaspiel am Samstag in Wuppertal gegen den TV Beyeröhde vorbereitet. Während ein Teil des Teams danach erst einmal spiel-, wenn auch nicht trainingsfrei hat, steht für die Nationalspielerinnen die Weltmeisterschaft in Frankreich an. Erst ab 30. Dezember wird es in der Bundesliga weitergehen.

Bayer: Woltering, Knipprath – Meier (2), Steinbach (2), Ahlgrimm (4), Seiffert (5), Müller (2), Weigelt (2), Byl, Glankovicova (2), Paulus (2), Neukamp (5), Fillgert (5), Krüger (3)

Quelle: RP

 
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