kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Fußball: "Momentan ist alles noch offen"

zuletzt aktualisiert: 15.06.2010

Nach fast zwölf Jahren bei Bayer 04 Leverkusen hat Markus Happe (38) seine aktive Karriere beendet und spricht über prägende Figuren und seine Perspektiven für die Zukunft.

Kehrt der BayArena den Rücken: Markus Happe absolvierte für die Leverkusener Profis 188 Spiele und hängte 78 Partien in der Reserve dran. Ob er nun eine Laufbahn als Trainer startet, steht noch nicht fest.  Foto: RPO
Kehrt der BayArena den Rücken: Markus Happe absolvierte für die Leverkusener Profis 188 Spiele und hängte 78 Partien in der Reserve dran. Ob er nun eine Laufbahn als Trainer startet, steht noch nicht fest. Foto: RPO

Vor einigen Tagen haben Sie das letzte Spiel Ihrer Karriere bestritten. Wie fühlen Sie sich als "freier Mann"?

Markus Happe Das kann ich noch gar nicht sagen, da es momentan so ist, wie es die letzten zwanzig Jahre auch war: Es ist Urlaub. Im Juli ging es ja immer erst wieder los. Dann werde wahrscheinlich auch ich realisieren, dass ich aufgehört habe.

Wie sah Ihre Gefühlswelt aus, als die letzte Partie abgepfiffen wurde?

Happe Ich habe die Woche davor schon versucht zu begreifen, dass dies jetzt das letzte Training und die letzte Busfahrt zum Spiel ist. Aber ich musste keine Träne verdrücken.

Info

Fünf Vereine

1990-1991 Preußen Münster (24 Spiele/0 Tore)

1991-1999 Bayer 04 Leverkusen (188/8)

2000-2002 FC Schalke 04 (26/1)

2002-2003 1. FC Köln (28/2)

2004-2007 Kickers Offenbach (93/2)

2007-2010 Bayer Leverkusen II (78/4)

Was waren die besonderen Momente Ihrer Karriere?

Happe Einer dieser Momente war, als ich vom Zweitligist Kickers Offenbach das Angebot hatte, ein weiteres Jahr zu verlängern, mich aber entschied, zur Amateurmannschaft von Bayer 04 zu gehen. Das war ein einschneidender Moment, weil damit meine Profilaufbahn vorbei war. Da habe ich schon auf meine Karriere zurückgeblickt. Die letzten drei Jahre haben richtig Spaß gemacht. Von der Intensität war es zwar nicht so belastend wie davor, was mir in meinem Alter aber entgegengekommen ist (lacht).

Die letzten Jahre waren also Zugabe?

Happe Ja, damals kam das Angebot von Bayers Zweiter über drei Jahre, mit der Zusage, nach und nach die Trainerscheine zu machen. Dafür bin ich Bayer 04 sehr dankbar.

Welche Rolle hat Bayer Leverkusen in Ihrer Karriere gespielt?

Happe Es war meine wichtigste und schönste Station. Ich war zuerst neun, dann wieder drei Jahre hier. Vor allem die Zeit mit Christoph Daum, die erste Saison, in der wir fast Meister geworden wären, bleibt unvergessen.

Gibt es Personen, die besonders wichtig in Ihrer Karriere waren?

Happe Neben Christoph Daum auf jeden Fall Dragoslav Stepanovic. Ein spezieller Typ, mit dem ich aber gut ausgekommen bin. In negativer Hinsicht Huub Stevens bei Schalke. Das war eine Zeit, wo es etwas bergab ging. Von den Spielern her Bernd Schuster. Ein absoluter Weltstar, der aber in Kleinigkeiten total professionell war. Es war beeindruckend, wie selbstverständlich er so etwas wie das Autogrammkarte-Schreiben erledigte. Da können sich viele junge Spieler heutzutage eine Scheibe von abschneiden.

War Schuster auch der beste Fußballer, mit dem Sie zusammengespielt haben?

Happe Ja, er war zwar nicht mehr der Schnellste, aber er hatte ein Auge – das war schon fantastisch. Seine drei Tore damals, die auch die ersten drei Plätze bei der Tor-des-Jahres-Wahl belegt haben, waren unvergessen, weil ich da mit auf dem Platz stand und damals dachte: Meine Güte, wo schießt er den Ball hin? Das war schon sensationell.

Die notwendigen Scheine haben Sie ja schon, werden Sie nun Trainer?

Happe Eventuell. Es war im Gespräch, Co-Trainer bei Bayers U 19 zu werden. Aber das Angebot war nicht so verlockend, hat mir keine Perspektive geboten. Daher habe ich abgesagt. Momentan ist es also noch offen, wo es hingeht. Wobei ich nicht auf den Fußball fixiert bin, ich schaue mich großflächig um. Es kann gut sein, dass ich etwas außerhalb vom Fußball machen werde.

Patrick Plewe führte das Gespräch.

Quelle: RP

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Pfingsten: Sturm auf die Bäder

Ratingen

Pfingsten: Sturm auf die Bäder

Bei diesem Super-Wetter wird es in den Freibädern richtig voll. Im Lintorfer Allwetterbad geht man von 1000 Besuchern pro Tag aus, im Angerb ... mehr 

Zugeschlagen wie im Rausch

Mettmann

Zugeschlagen wie im Rausch

Ein Mettmanner (26), der zwei Frauen angriff und eine davon lebensgefährlich verletzte, sowie einen Welpen tötete, steht in Wuppertal vor Ge ... mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Niedliche Freunde: Küken kuschelt mit Katze

Diese Katze ist entweder besonders schlafrunken oder einfach der beste Freund vom keinen Küken. Denn als dieses nach ihr pickt, kuschelt sie ... mehr 

MEHR

Leichtathletik

Molitor kämpft heute in Manfort um ihr EM-Ticket

Heute bietet sich auf der Fritz-Jacobi-Anlage in Manfort den deutschen Speerwerferinnen die vorletzte Möglichkeit, die Norm für die Europameisterschaft in Barcelona Ende Juli zu erfüllen. Neben Linda Stahl, die die erforderliche Weite von 61 Metern ... mehr

 

Fußball

SCL: Heinrich wirft hin

Der Abstieg der ersten Mannschaft aus der Fußball-Bezirksliga und die drohende Insolvenz – zuletzt dominierten eher Negativschlagzeilen beim SC Leichlingen. Jedoch haben die Verantwortlichen des Vereins Grund, sich den einen oder anderen ... mehr

 
 
 
 

Jugendfuball

Jubelnde Junioren