Fußball: Nur gute Werte in der Klima-Forschung
VON UDO BONNEKOH - zuletzt aktualisiert: 02.12.2006Das ist schon weit über einen Monat her, seit Bayer Leverkusens Regionalliga-Team in der Meisterschaft letztmals gewonnen hat. Das war im Oktober gegen Borussia Mönchengladbach II.
Nach solch langer Zeit der Entbehrung tut dann schon ein Erfolg im Mittelrhein-Pokal gut, wie er Ulf Kirstens Team am Dienstag mit dem 4:1 beim Landesligisten FC Hennef (wir berichteten) gelang. „Wir haben uns zwar auch da nicht so richtig freigeschossen“, sagt Kirstens Spannmann Dirk Dreher, „aber wichtig war, dass in Tevfik Köse und Dennis Schmidt wenigstens zwei Stürmer getroffen haben.“ Auch Kleinigkeiten machen in einer Zeit der sportlichen Düsternis Freude.
Nun besteht in der Partie gegen Borussia Dortmund II (heute, 14 Uhr, Haberland-Stadion) nicht nur eine gute Gelegenheit, die Stimmung in der Mannschaft und in ihrer Umgebung zu steigern, sondern sogar die Pflicht, sich gütlich zu tun am Gegner. „Wir sind unter Zugzwang“, erklärt Coach Kirsten, „weil wir so um die zehn Punkte haben liegen lassen.“ Zuletzt war das beim Spitzenreiter Wuppertal der Fall. Die Dortmunder Elf, auch so etwas wie ein Ausbildungsbetrieb für die Bundesliga-Truppe, ist von leichterem Kaliber als der WSV, sie hat bislang lediglich drei Punkte mehr zusammengebracht als Bayer.
„Das ist eine gute Mannschaft“, sagt Kirsten, „in ihr stehen viele junge Profis.“ In dem, was er für sein Ensemble von Michael Skibbe als Leihgabe aus dem Bundesliga-Kader abbekommt, macht sich der Ex-Stürmer keine Illusionen. „An Pierre De Wit hab’ ich in diesem Zusammenhang gar nicht zu glauben gewagt“, betont Kirsten, und tätsächlich ist der Mittelfeld-Quirl mit den Profis nach Bielefeld gefahren. Doch nicht nur er: Da sich Ahmed Madouni verletzt abgemeldet hat für die Partie auf der „Alm“, musste Skibbe auch noch Innenverteidiger Callsen-Bracker für seine Truppe reklamieren.
Trotz der Nachbarschaft im Klassement der Regionalliga will Co-Trainer Dirk Dreher das Treffen mit der Borussia aus dem Ruhrgebiet nicht zu einem Sechs-Punkte-Spiel hochstilisieren. „Wir können mit Dortmund gleichziehen, doch selbst bei einer Niederlage ist der Klassenerhalt noch machbar“, stellte Dreher fest und erinnert sich gern an die vergangene Saison, denn „da haben wir es trotz größter Befürchtungen auch noch geschafft“. Was ihn mit Zuversicht erfüllt, ist dies: „Das Klima in der Mannschaft stimmt, da lässt sich keiner hängen. Und wir können auch in Ruhe arbeiten.“
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