Basketball: Pause sehr willkommen
VON SEBASTIAN LAULE - zuletzt aktualisiert: 28.11.2009In der höchsten Spielklasse kommt es nicht oft vor, dass Mannschaften mitten in der Saison in den Genuss eines freien Wochenendes kommen. Der Damen-Basketball-Bundesligist SG BBZ Opladen jedoch kann heute entspannt die Beine hochlegen, schließlich ist Termin für den DBBL-Pokal, und da ist die Mannschaft von Trainer Markus Pohle nach dem Aus in Herne nicht mehr dabei.
Der Coach begrüßt die Zeit des Abschaltens. "Vielleicht ist es ganz gut, wenn einige jetzt einmal den Kopf frei bekommen", sagt er.
Die Hinrunde der ersten Bundesligasaison neigt sich dem Ende entgegen, und noch immer ist nicht ganz klar, ob der Aufsteiger richtig angekommen ist im Oberhaus.
Das liegt nicht etwa am Tabellenstand. Drei Siege nach neun Spielen sind zwar keine Ruhmesbilanz, aber immerhin steht BBZ nicht unterhalb der roten Linie. Spiele wie zuletzt gegen Leipzig lassen allerdings berechtigte Zweifel daran aufkommen, ob dieser Zustand bis zum Schluss anhalten wird. Gerade als es aussah, als hätte sich Opladen in der Bundesliga etabliert, bekam das "Projekt Klassenerhalt" einen schweren Rückschlag.
Der Trainer rang noch Tage später nach den richtigen Worten ob der Darbietung seiner Spielerinnen. "Wir wurden phasenweise regelrecht vorgeführt, und das von einem Gegner, der eher in unserer Reichweite liegt als andere", meinte der Coach. Pohle, im Grunde ein stets nach vorn schauender Charakter, sah sich noch in der Nacht zweimal das Schreckensspiel auf DVD an. "Das war stellenweise beinahe gruselig", fasste er zusammen.
Dass sein Team erst mal zwei Wochen zum Nachdenken hat, kommt ihm sehr entgegen. "Die Spielerinnen müssen im Kopf endlich den Schalter umlegen und entscheiden, wohin sie mit dieser Mannschaft eigentlich wollen", fordert Pohle. Denn es ist unverkennbar, dass sich einige im Oberhaus selbst nach einem Drittel der Saison noch immer nicht zurecht finden.
Mit Ausnahme von Vera Jaecker kann keine Opladenerin von sich behaupten, konstant ihre Leistung abzurufen. Leistungen wie die in den Partien gegen Oberhausen, Herne und Wolfenbüttel blieben bisher die Ausnahme. Deshalb weiß Pohle sehr gut, dass der Weg zu einem weiteren Jahr Bundesliga äußerst beschwerlich werden wird.
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