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Fußball: Pokal als Schaulaufen

VON UDO BONNEKOH - zuletzt aktualisiert: 04.08.2007

Sie haben in der vergangenen Saison oft genug fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit ihren (vergeblichen) Kampf gegen den Abstieg aus Regionalliga führen müssen.

Spitzenteams verlieren.  Foto: AFP, AFP
Spitzenteams verlieren. Foto: AFP, AFP

Jetzt aber treten die Fußballspieler von Bayer Leverkusen II wieder mal ins Licht, auch wenn Gegner Paderborn aus der Zweiten Liga nun nicht gerade als die Attraktion daherkommt. Für die Leverkusener Youngster ist – wie für die Profis heute auf St. Pauli – auch Pokal-Zeit. Das heißt für sie Showtime, Zeit zum Schaulaufen vor mehr oder weniger kritischen Beobachtern. Und weil mehr Publikum als künftig in der Oberliga-Meisterschaftsrunde zu erwarten sind, wird die Partie nicht im Haberland-Stadion, sondern in der BayArena ausgetragen (Sonntag, 15 Uhr). „Über 3000 Zuschauer sollten es schon werden“, meinen Trainer Ulf Kirsten und sein Spannmann Dirk Dreher.

Natürlich haben sie einen Coup im Sinn wie auch ihre Schützlinge („die wollen sich in einem solchen Spiel von der allerbesten Seite zeigen“). Doch die Punkterunde hat wegen der künftigen Struktur-Reform in den Amateur-Ligen absoluten Vorrang. „Da geht es nur noch um Platz eins bis vier für uns, was danach käme, wäre vom Übel“ , betont Dreher.

Nach Positionen zählt auch Maciej Zieba. Alles, was sich für ihn als Neuling im Rahmen der ersten Elf bewegt, würde ihn, den 20-jährigen Angreifer, gewiss glücklich stimmen. Gekommen ist der nicht sehr groß gewachsene Pole aus Wermelskirchen, von jenem Klub, den Leverkusens Veteran Gerd Kentschke auf seine älteren Tage noch trainiert. Und „Ömmes“ Kentschke, der ein bekannt gutes Auge für Talente hat, gab (wie beim Ex-Wermelskirchener Paul Grischok) die Empfehlung an Ulf Kirsten, sich Zieba doch mal bei ein paar Übungseinheiten anzuschauen. Jetzt sieht es so aus, dass der schnelle, technisch hoch begabte, mit viel Instinkt ausgestattete Zieba morgen in Kirstens erster Formation steht – gleich hinter ihm Deniz Naki, ein nicht minder hoffnungsvoller Junior mit erst 18 Jahren.

„Die Vorbereitung ist bei uns sehr gut gelaufen, wir sind prima drauf“, versichern Kirsten und Dreher. Doch alles ganz Neue (neben Zieba u.a. noch Markus Happe, Andreas Trick, Kenan Aslan) muss sich auch erst mal finden. Und die beiden sind natürlich auch gespannt darauf, „was die Paderborner uns vorsetzen“. Drei Mal jedenfalls haben Bayers Späher das Team des Ex-Leverkuseners Holger Fach, in dem der frühere Bayer-Junior Timo Röttger mittlerweile gesetzt ist, in jüngster Zeit beobachtet.

Die ermäßigten Karten kosten fünf Euro im B-Block, normale Tickets 15 Euro im F-Block

Quelle: RP

 
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