Motorsport: Respekt vor dem Puma
VON MARKUS NEUKIRCH - zuletzt aktualisiert: 22.10.2010Fast exakt 40 Jahre nach dem bisher einzigen Meistertitel stehen die Motoballer des SV Bergfried erneut im Finale. Am Sonntag reisen sie zum MSC Puma Kuppenheim, den die Leverkusener klar in der Favoritenrolle sehen.
Fast eine Ewigkeit ist es her, dass die Motoballer des SV Bergfried Leverkusen zuletzt nach dem Deutschen Meistertitel griffen. "1971, als wir das letzte Mal im Finale standen, waren einige unserer aktuellen Spieler nicht einmal geboren", flachst Ehrenpräsident Heinz-Dieter Schmiedt. Tatsächlich sind es sogar fast alle der derzeit Aktiven. Nur Marc Grebe hätte theoretisch dabei sein können: Er war aber gerade mal ein Jahr alt, während Mitspieler Michael Obliers erst kurz darauf zur Welt kam.
Am Sonntag um 14.30 Uhr tritt also eine ganz neue Generation des SVB beim MSC Puma Kuppenheim an, um fast genau vier Jahrzehnte nach dem letzten (und bisher einzigen Titel) wieder ganz oben auf dem nationalen Treppchen zu stehen. "Damals habe ich sogar ein Tor gemacht", erzählt Schmiedt, der sich folglich sehr gerne an den 11. Oktober 1970 erinnert.
Abfahrt: 7.30 Uhr
Mit einem Reisebus, der voraussichtlich um 7.30 Uhr am Höfer Weg abfährt, geht es am Sonntag in die Nähe von Karlsruhe. Die Kosten für Mitreisende belaufen sich auf 25 Euro (inklusive eines Fan-T-Shirts). Anmeldungen nimmt der SV Bergfried noch per Email (unter: kontakt@svb-leverkusen.de) oder per Telefon bei Heinz-Dieter Schmiedt (Tel. 0170 2902669) entgegen.
Der heutige Trainer Hans Obliers sieht sein Team im Endspiel als Außenseiter: "Der ,Puma' ist absoluter Favorit und in Deutschland das mit Abstand beste Team", sagt der Coach mit viel Respekt vor dem Finalgegner. Selbst wenn es nicht klappen sollte mit einem Erfolg gegen Kuppenheim, wäre er zufrieden: "Wir gehen mit großer Freude ins Endspiel. Alle unsere Erwartungen und Hoffnungen in diesem Jahr wurden durch das Erreichen des Endspiels erfüllt."
Nach 19 Jahren ist Bergfried wieder der erste Finalteilnehmer aus dem Norden, was in der Tat eine Riesen-Leistung gegen den in dieser Sportart übermächtigen Süden der Republik ist. Zwar dürfte wohl auch eine mittelgroße Portion Zuversicht auf einen nicht unmöglichen Überraschungssieg mit nach Baden-Württemberg fahren, aber Trainer Obliers bekräftigt vorab, dass er in einem eigenen Erfolg eine "Majestätsbeleidigung" gegenüber den favorisierten Kuppenheimern sehen würde.
Deren Übungsleiter Jens Matthäus jedenfalls lobt den Gegner aus Leverkusen vorab, auch wenn er nicht so richtig zu wissen scheint, wo der denn eigentlich herkommt: Einer Badener Zeitung gegenüber sprach er vom "gefährlichen Finalgegner aus Westfalen".
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