Basketball: Spaß hatten nur die Gäste
VON SEBASTIAN LAULE - zuletzt aktualisiert: 31.01.2011Durch die 107:112-(48:50)-Niederlage gegen die Schwelmer Baskets wird die Luft für die Bayer Giants im Kampf um das letzte PlayOff-Ticket immer dünner. Dabei erwischt die Defensive der Riesen einen rabenschwarzen Tag.
Formation und Ausblick
Giants: Monse (11), Brauer (7), Sadek (6), Jönke (2), Thimm (5), Young (33), Michael (18), Eller (16), Engel (9).
Ihre nächste Partie bestreiten die Giants am Samstag, 5. Februar. Am 19. Spieltag treten die Leverkusener beim Tabellennachbarn, den Herzögen aus Wolfenbüttel, an. Das Spiel beginnt um 17 Uhr.
Kapitän Sven Hartmann hatte wohl geahnt, dass es ein Spektakel geben würde. "Ich kann nur jedem raten, zu diesem Derby zu kommen. Ich verspreche, dass es ein tolles Spiel für alle Zuschauer wird." Immerhin 850 Interessierte waren am Samstagabend seinem Ruf in die Smidt-Arena gefolgt. Spaß hatte indes am Ende des NRW-Duells der Gästeanhang. Den Bayer Giants und ihren Fans blieb nach der 107:112 (48:50)-Heimpleite gegen die Schwelmer Baskets erneut nur die Rolle des sportlich anständigen Gratulanten, in der sich Giants in dieser Spielzeit ja schon häufiger wiederfanden.
Gegen Schwelm setzte es bereits die zwölfte Saisonniederlage. Dass trotz dieser Negativstatistik immer noch ein Funken Hoffnung auf die Play-off-Teilnahme glimmt, liegt eher an der Schwäche der Konkurrenz. Seit Wochen wird jedes Spiel der Riesen vom Rhein als "Endspiel" oder ähnlich bedeutungsvoll angepriesen. Angesichts der immer wiederkehrenden Resultate verkommt dies aber mehr und mehr zur gewohnten Durchhalte-Rhetorik. Denn die Fehler, die den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen, sind immer gleich.
Wie schon gegen Braunschweig scheiterte Bayer gegen Schwelm trotz guter Ausgangslage im Schlussviertel an seinen eigenen Nerven. "Chancenlos sind wir nicht", hatte U 20-Nationalspieler Felix Engel vor der Partie gegen den Meisterschaftskandidaten betont und damit lange Recht behalten. Mit acht Punkten lag seine Mannschaft zu Beginn der letzten zehn Minuten vorne, sicher kein Grund, vorzeitig Siegestänze an der Seitenlinie einzuüben, aber noch weniger, um kurz darauf wieder in Nervosität und Hektik zu verfallen. Die Schwelmer benötigten nur etwas mehr als eine Minute, um die Partie zu drehen, wobei sie von den Giants tatkräftig in Form von Fehlwürfen und Fouls unterstützt wurden. Den daraus resultierenden 0:14-Negativlauf konnte auch der erneut überragende Joshua Young bis zum Schluss nicht mehr aufholen.
Die Defense der Leverkusener fand nicht statt: 112 Punkte hatte in dieser Spielzeit noch keine Mannschaft in einem ProB-Spiel zugelassen. Dass Schwelm in Kristofer Speier und David Bunts über viel individuelle Klasse verfügt, war bekannt, trotzdem ging fast die Hälfte der Gäste-Punkte auf das Konto des Duos. Insgesamt ließen es die Riesen in der Verteidigung an der nötigen Konzentration vermissen. Wenn der Gegner satte 37 Punkte von der Freiwurflinie erzielt, ist das auch ein Beweis für fehlende Cleverness.
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