Volleyball: Unruhe bei Bayers Volleyballern
VON STEFAN KLÜTTERMANN - zuletzt aktualisiert: 07.04.2010Was schon länger gemunkelt wurde, ist rund um das Frist-Ende für mögliche Erstligalizenzen offen zu Tage getreten: Innerhalb der Volleyballabteilung des TSV Bayer 04 herrschen Spannungen zwischen dem Männer- und Frauenbereich. "Knatsch ist das falsche Wort, es sind verschiedene Sichtweisen", sagt Geschäftsführer Jürgen Rothe.
Klar sei, dass die Abteilungsleitung um ihn und Egon Baumgarten unverändert den Fokus auf den Frauenvolleyball lege. "Die Frauen haben schließlich auch eine gewachsene Struktur im Nachwuchsbereich", so Rothe.
Frauen-Trainer Dirk Sauermann hatte sich am vergangenen Donnerstag verwundert gezeigt, als er aus der Rheinischen Post erfuhr, dass der Verein aus finanziellen Gründen auf einen Antrag auf Erteilung der Erstliga-Lizenz für sein ungeschlagenes Zweitliga-Meisterteam verzichtet hatte. Ein Grund für das Scheitern aus Sicht vieler Anhänger des Frauenvolleyballs: die Männermannschaft.
Die habe durch ihr Wiederauftauchen schon 2009 Gelder blockiert, die eventuell einen Verbleib des Frauen-Teams in der Bundesliga ermöglicht hätten, heißt es. Im Übrigen betrage der Etat der Männer in der laufenden Saison nicht kolportierte 25 000, sondern 40 000 Euro, sagt Sauermann. "Grundsätzlich sollten sich sportliche Leiter nicht zu Zahlen äußern", sagte Männer-Trainer Helmut Weissenbach gestern auf Anfrage. Auch Rothe erklärte, zu Zahlen sage man nichts.
Die Männer haben derweil – anders als Konkurrent TSV Giesen/Hildesheim – einen Lizenzantrag für die nächste Erstligasaison an die Berliner Ligazentrale gerichtet. Diese bestätigte gestern per Pressemitteilung den Eingang. Die Gespräche über eine Kooperation mit den Wuppertaler Titans und Bayer Wuppertal sind nach RP-Informationen auf einem guten Weg.
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