Fußball: VfL muss den Ulk abhaken
VON TOBIAS KRELL - zuletzt aktualisiert: 19.09.2008Die unnötige Niederlage in Solingen haben die Bezirksliga-Fußballer des SC Leichlingen gut verkraftet. „Denn wir haben wie schon beim Remis in Ronsdorf gesehen, dass wir auch mit Spitzenteams mithalten können“, sagt Ralph Betzel. Der sportliche Leiter des SCL fordert nun einen Sieg gegen den BSC Aufderhöhe (Sonntag, 15 Uhr, Balker Aue). Das Thema Habib Ramadani hat sich für den SCL bis Ende November erst einmal erledigt. Dann erst wird die Spielberechtigung für den Angreifer vorliegen. Aktuell fällt auch Andreas Schäfer aus. Dario Paradiso, der wie dieser an Muskelproblemen leidet, hofft auf sein Mitwirken.
Das neue SCL-Team kommt nach Meinung der Führungsriege gut an bei den Zuschauern. „Bei Heimspielen ist mehr los als zuletzt, und sogar auswärts begleiten uns nun regelmäßig ein paar Fans“, betont Betzel. Den veränderten Kader und den neuen Vorstand sieht er neben dem geänderten Konzept als weitere Pluspunkte bei Gesprächen mit möglichen Sponsoren. „Die Leute sehen, dass hier etwas entsteht und honorieren das auch“, meint er.
Die Nr. 1 in Sachen Zuschauer ist im Stadtgebiet allerdings der VfL Witzhelden. Der muss nach dem 18:0 gegen Vatanspor Radevormwald nun wieder mehr Gegenwehr erwarten. Denn in Jägerhaus Linde kommt der aktuelle Tabellenvierte an den Scharweg (Sonntag, 15 Uhr). „Das Ergebnis von letzter Woche müssen wir als Ulk abhaken. Nun geht es drum“, sagt VfL-Coach Christian Hausmann. Er spielt mit dem Gedanken, sich personell bei der Reserve zu bedienen. Denn eine ganze Reihe seiner Spieler fällt aus. Im Training zog sich Simon Schmitz einen Handbruch zu. Er wird mehrere Wochen aussetzen müssen. Martin Baron und Markus Schäfer sitzen ihre Rotsperre ab. Tim Bogner ist mit der Schule unterwegs. Und auch Stefan Reihn (Rückenprobleme) und Florian Mandt (Knieverletzung) drohen nicht rechtzeitig fit zu werden.
Hausmann kann auch bei einem Kantersieg gegen völlig überforderte Gegner durchaus noch kritisch die Leistung seines Teams beurteilen. Was ihm gegen Rade gar nicht gefallen hat, ist die Chancenverwertung. „Die stimmte erneut nicht“, sagte er. Daran gelte es zu arbeiten, um auch gegen Kontrahenten von Format bestehen zu können. „Wir dürfen nicht ungeduldig werden und müssen zuschlagen, wenn sich die Möglichkeit bietet.“
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