Fußball: Viel Schub im Hit gegen Kultkicker
VON RALPH ELSEN - zuletzt aktualisiert: 24.03.2007In einer solch misslichen Situation bemüht man natürlich gern den Verweis auf erfolgreichere Momente. Und wenn schon aus sportlicher Sicht derzeit ziemlich wenig für die Regionalliga-Fußballer von Bayer Leverkusen II vor dem Vergleich mit dem FC St. Pauli spricht, muss zur Not eben auch mal die Umgebung für ein bisschen Zuversicht herhalten. „Wir spielen mal wieder in der BayArena, noch dazu gegen einen Gegner, der den Aufstieg packen will und viele Fans mitbringt. Vielleicht gibt ein Rahmen von mehreren 1000 Zuschauern ja auch unserer Truppe einen schönen Schub“, sagt Bayers Trainer Ulf Kirsten vor dem Knüller gegen die Hamburger Kultkicker vom Kiez.
Kirstens Kompagnon Dirk Dreher kann sich ebenfalls eine beflügelnde Wirkung des „großen“ Stadions vorstellen. „Als wir in der vergangenen Saison erstmals in die BayArena gegangen sind, hatten wir noch kein Spiel gewonnen. Und dann haben wir den 1. FC Köln vom Platz gefegt“, sagt Bayers Co-Trainer in höchst angenehmer Erinnerung an den 4:1-Erfolg. Diesem Duell hatte Pierre De Wit mit drei Treffern seinen ganz persönlichen Stempel aufgedrückt. Von solchen Quoten ist der gestalterisch tätige Mittelfeldmann in dieser Spielzeit weit entfernt – wobei gewiss auch die Tatsache, dass De Wit bei den Profis nicht recht vorankommt, drückend wirkt auf den Quirl, ohne dessen Geistesblitze die Leverkusener kreativ ziemlich verlassen sind.
St. Pauli hat sich in der Rückrunde prächtig in Position gebracht im Aufstiegskampf, an dem genau genommen noch ein Dutzend Teams beteiligt ist. Die Truppe mit den Ex-Profis Meggle und Dinzey liegt derzeit zwei Zähler hinter Lübeck, hat aber ein Spiel weniger ausgetragen. „Pauli besitzt eine körperlich starke Truppe, die viel marschiert“, sagt Kirsten, der den drei Begegnungen mit St. Pauli, am Dienstag beim Hamburger SV II und am Samstag darauf gegen den direkten Konkurrenten Holstein Kiel immense Bedeutung einräumt: „Das wird schon eine ganz entscheidende Woche für uns werden.“
Der Coach kann gewiss mit Unterstützung von „oben“ planen, da die Bundesliga eine Pause einlegt. Neben De Wit, Assimiou Touré und Alex Meyer, die sicher dabei sind, dürften auch Jan-Ingwer Callsen-Bracker, Ahmed Madouni oder Fredrik Stenman eine Option darstellen.
Alle Jahreskarteninhaber und Bayer 04-Club-Mitglieder haben heute Nachmittag freien Eintritt in der Bay-Arena.
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